Rezension Hier und Jetzt

25.02.2016
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»Hier und Jetzt« ist ein New Adult Roman von Autumn Doughton und ist 2015 erstmals auf Deutsch im Maibook Verlag erschienen.

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Inhalt

"Jeder einzelne Moment besitzt seine ganz eigene Magie…" Cole ist verliebt. Zum ersten Mal. Um glücklich sein zu können, muss er jedoch erst lernen zu vergeben. Aimee möchte ein neues Leben beginnen, doch das schafft sie nicht, solange sie nicht bereit ist loszulassen. Zwei junge Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander. Eine wunderbar mitreißende Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Suche nach sich selbst. Darüber, dass man manchmal im Leben auch etwas wagen muss, um am Ende etwas zu gewinnen.

Quelle: Maibook Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-9814226-1-0
  • Preis: 10,00 €
  • Seiten: 320
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Ausgabe: Taschenbuchausgabe Oktober 2015
  • Erscheinungstermin: 01. Januar 2015
  • Genre: New Adult
  • Original: In This Moment | 2013
  • Übersetzer: Hanna Christine Fliedner, Hoda Istan, Christopher Bischoff, Jana Wahrendorff (Littra)

Meinung

Dieses Buch bietet optisch ein bisschen Abwechslung im heimischen Regal oder hier auf dem Blog. Es ist ziemlich einfach gehalten, trotzdem interessant gestaltet mit kräftigen Farben. Auf den ersten Blick hat es mir allerdings besser gefallen als im Nachhinein.

Heißes Wetter, viel Sonnenschein, Strand, Studenten an einer Universität, auf dem Sportplatz, Wohnheime und Studentenverbindungen. Diese Vorurteile bieten sich einem, wenn man dieses Buch liest. Darüber hinaus geht es mit den Beschreibungen dann nur noch um körperliche Dinge und Äußerlichkeiten, die zum größten Teil wohl die „besseren Aussichten“ für die Charaktere sind.

Es fällt besonders vor den letzten 100 Seiten auf, dass die Geschichte nicht wirklich viel Tiefe besitzt. Alles scheint so oberflächlich zu sein, die Charaktere sind ziemlich unausgereift. Man bekommt am Rande mit, dass sie ihre Probleme haben, wie sie leben und was sie denken. Aber ich habe es als langweilig und nervig empfunden, nur an einer äußeren Schicht zu lesen. Die Wechselperspektiven ermöglichen da leider auch erst zum Ende hin tiefere Einblicke.
Cole ist zu Beginn der klischee Sportler schlecht hin, nimmt alles mit, was geht. Bis er auf Aimee trifft, die ihn aus ihm nicht erklärlichen Gründen reizt. Er kann ohne sie nicht mehr, sie ist diejenige, die für ihn alles verändert.
Aimee hingegen ist sehr in sich gekehrt, stellt sich in den Hintergrund und lässt anderen den Vortritt. Sie wagt es kaum, sich selbst ernst zu nehmen. Sie hängt in der düsteren Vergangenheit, die ihr Leben umgekrempelt hat und dieses bis heute bestimmt. Als sie Cole wortwörtlich in den Schoß fällt, verändert sich ihr Leben schlagartig. Und wie soll es anders sein, denkt sie, sie ist nicht genug für ihn. Was man ihr zugute halten muss, sie nimmt ihr Leben irgendwann selbst in die Hand und beginnt von vorn.

Der lockere, leichte Schreibstil ermöglicht es rein theoretisch durch das Buch zu fliegen und sich davon mitreißen zu lassen, wäre die Handlung nicht so langweilig. Durch die Oberflächlichkeit kommt keine Stimmung auf. Die vergebliche Suche nach schönen Sätzen und passenden Beschreibungen blieb erfolglos. Nur, wenn es um die Gedanken der Protagonisten geht, konnte die Autorin irgendwann mal in die Tiefe gehen und dem geschriebenen Wort einen schönen Ton mitgeben. Bis Cole kommt in den schönen Momenten „Fuck“ sagt.

Die Geschichte braucht viel zu lang, bis sie Fahrt aufnimmt. Man hätte vieles weglassen können, weil es für die Handlung nicht relevant war. Von Spannung kann kaum die Rede sein, weil mich Klischees langweilen. In dem Buch gibt es Szenen, bei denen ich mir an den Kopf gegriffen habe und mich ernsthaft gefragt habe, warum man so etwas überhaupt liest. Die Ideen waren nicht neu, Romane, Filme und Serien dieser Art gibt es schon genug. Nur das Ende weiß zu überzeugen, da die Gedanken urplötzlich ausgereift sind und nicht mehr zusammenhangslos erscheinen, sie regen sogar zum Nachdenken an. Die Art, wie die Protagonisten zurück in ihr Leben finden, ist erstaunlich, was nicht zuletzt an der Wechselperspektive liegt. Die Emotionen, die dabei aufkommen, wirken natürlich und lassen einen zumindest mal schmunzeln.

Bewertung

Ich habe zu lange gebraucht, um der Geschichte überhaupt irgendetwas abgewinnen zu können. Und das, was ich der Geschichte abgewinnen konnte, war dann im Vergleich zu anderen Geschichten zu wenig. Hätte man der Geschichte noch ein paar Besonderheiten mitgegeben, hätte sie mir sicherlich um einiges besser gefallen. Aber mir persönlich ist das zu leichte Kost.

Cover

2

Gestaltung / Aufmachung

2

Kulisse

1

Charaktere

2

Idee / Aufbau

1

Spannung

1

Komplexität

1

Emotionen

3

Schreibstil / Lesbarkeit

2

Eigene Meinung / Empfindung

2

Durchschnittliche Bewertung

1,7

Fazit

Aus anderen Meinungen geht hervor, dass dieses Buch wohl einer der bessere Vertreter des Genres ist. Das gibt mir zu denken, weil ich mit dem Buch schon nicht warm wurde. Mir persönlich sagt das: Finger weg von diesem Genre und am besten auch vom Nachbargenre „Young Adult“, das kann nicht gerade besser sein.

Ich danke dem Littra für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ich habe zu lange gebraucht, um der Geschichte überhaupt irgendetwas abgewinnen zu können.

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