Challenge Eine Reise durchs Buchregal – Mai

01.05.2014
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Deine Meinung zum Thema eBook vs. Print Buch.

Gerade in unserer derzeit immer weiter wachsenden Welt bleibt es nicht aus, dass die Digitalisierung vorangetrieben wird. Was morgen erst gedruckt in der Hand liegt, gibt es heute schon digital zu sehen. Das ist ein für mich, sehr erschreckender Fortschritt. Vor allem, weil er auf dem Vormarsch ist und es eigentlich mit allem so geht.

Digital, soweit das Auge reicht – wird alles Gedruckte bald nostalgisch? Nur mal so am Rande.

Ich persönlich muss sagen, dass ich es nicht schlecht finde, die Wahl zwischen einem gedruckten Buch und einem Buch in digitaler Form. Es macht das Leben manchmal so viel einfacher und auch leichter, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Wälzer, der eben noch schwer in der Hand lang kann dann plötzlich ein Leichtgewicht sein und auch viel kleiner als das Buch sein.
Lesen kann man auf fast allen Geräten, bevorzugt werden aber die speziell entwickelten E-Reader, wo einige versprechen, einem das Gefühl zu verleihen, als würde man auf Papier lesen. Keine Spiegelungen, keine Eselsohren, klingt toll, oder?

Ich finde: Nein, nicht immer! Aber warum denke ich das? Nun gut, sagen wir mal so, ich liebe den Geruch von Büchern und leider versprüht ein E-Reader keinen Duft von Büchern.
Ein E-Reader zeigt mir zwar einen Fortschritt an aber ich bemerkte ihn noch lange nicht so wie bei einem Buch. Es wird zu einem Kampf, den ich nur selten gewinne. Ein E-Reader ist zwar leicht und klein, aber wer sieht dann die ganzen tollen Bücher in meinem Regal? Muss man doch auf meinem Blog vorbeischauen.

Ich bin ehrlich, ich besitze zwar einen Reader bin aber ganz froh, wenn ich ein Buch zwischen den Fingern habe. Er hat sich für mich einfach nicht ganz durchgesetzt. Bin zwar von der Funktion und der Technik ganz angetan aber dennoch wird es nicht mein Hauptgerät, wenn es ums Lesen geht, da greife ich wirklich viel lieber zum Buch.

Kurzgeschichten auf einem Reader hingegen sind für mich gar kein Problem. Die lesen sich flott und von denen kann man immer welche drauf haben. Die sind nicht teuer und die kann man immer wieder zwischenrein schieben. Wenn ich ja schon mal vom Preis spreche, dann richtig! Ich finde die Preise für E-Books manchmal echt krass. Vor allem, wenn man für ein E-Book dann gerne mal fast den Preis von einem Hardcover Buch zahlen darf? Nein, danke! Dann lieber gleich zwei oder drei Euro mehr drauflegen und das Regal schön füllen..

Ich frage mich heute noch nach der Logik.

Stelle dir die Möglichkeit vor, dein Leben könnte in ein Buch verpackt werden. Welche Autorin/Welcher Autor soll diese Story schreiben?

Ich finde diese Aufgabe sehr spannend aber auch zugleich sehr fies für die jüngeren Teilnehmer bei diese Challenge, denn wie soll man denn sein eigenes Leben im Gegensatz zu einer richtig erwachsenen Person vergleichen? Ich weiß noch nicht mal, was ein Mensch bis zum 30. Lebensjahr alles durchmachen muss und ich hab erst mal ein wenig mehr als die Hälfte davon geschafft. Aber nun gut. Ich stelle mich der Herausforderung!

Wenn die Rede davon ist, mein eigenes Leben in ein Buch zu verpacken, jetzt sinnbildlich gesprochen oder autobiografisch gesehen, dann ist es doch naheliegend, dass ich die Person bin, die das Buch schreibt? Eigentlich schon, denn niemand kennt mich besser und weiß besser, was ich durchlebt habe, als ein anderer Mensch, oder?

Aber nehmen wir mal den Fall an: Ich kann das Buch nicht selbst schreiben, sei es, weil ich einen schrecklichen Unfall hatte und gelähmt bin, sei es, weil ich tot bin, oder sei es, weil ich meine Gründe habe, jemand anderen schreiben zu lassen. (Ich gehe immer von den schlimmsten Dingen aus..) Dann ist es natürlich schon etwas anderes und es wird natürlich auch hier eine schwere Entscheidung fallen müssen, wer darf das Buch schreiben? Wessen Feder könnte meine Geschichte schreiben und es in meinem Sinne erzählen?

Klar ist, dass die Person mich besser gekannt haben muss, als ich es vermutlich selbst manchmal getan habe. Also eine Person, die mir sehr nahe steht, das Leben mit mir stets verbracht hat oder zumindest mehr über mein Leben weiß, als andere Personen. Aber wie geht man da vor? Wem hat man was anvertraut? Wer weiß, was relevant ist und wer nicht? Wer weiß, wie man mit sensiblen Geschichten umgeht und was man schreiben darf?

Es ist ein Dschungel, dessen Lianen Fragen sind, Fragen, die einen schneller Fallen lassen, als einem lieb ist. Ich kann auf diese Frage leider keine wirkliche Antwort geben, Fragen hingegen schon..

Ich würde es ja mal ganz spannend finden, wie es dir dabei geht, wenn du diese Zeilen list und dir selbst darüber Gedanken machst? Kommst du zu einer Antwort? Eine Antwort, die dich zufriedenstellen würde?

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