Aktion Fazit: Lesemarathon – Tag 2 | Israel (Gastland auf der LBM) | #LBM15home

19.03.2015
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Wem das Fazit zu dem Thema “Spannende Bücher” gestern bei Fraencis Daencis entgangen ist, der möge hier klicken.

Ansonsten geht es hier direkt weiter mit dem Fazit zum Thema Israel, das zweite Thema unseres Lesemarathons.

Die vielen Beiträge und Kommentare von euch waren großartig! Ich habe jeden Beitrag gerne gelesen und freue mich, es für alle noch einmal in eigenen Worten aufgrund eurer Beiträge zusammenzufassen. Dabei berücksichtige ich die allgemeine Meinung von euch und hebe ein paar wenige hervor, die mir besonders gefallen haben.

1. Hast du schon mal ein Buch gelesen, das in Israel spielt oder von einem israelischen Autor oder einer Autorin stammt?

Zu dieser Frage gab es wirklich nur zwei Seiten, entweder Ja oder Nein. Das Nein überwog an dieser Stelle deutlich, sowohl ein Autor als auch der Handlungsort waren in den wenigsten Beiträgen zu entnehmen. Was jetzt nicht unbedingt schlecht ist. Die genannten Bücher und Autoren waren: »Löwen wecken« von Ayelet Gundar-Goshen dazu die Rezension bei Carina, genannt wurde auch die »Bibel« und »28 Tage lang« von David Safier bei Sophie, bei Nadja wurde noch »Bartimäus: Der Ring des Salomo« von Jonathan Stroud genannt, hauptsächlich waren es Bücher mit dem Handlungsort Israel. Ich denke, damit kann man schon etwas anfangen und ich war überrascht, welche Titel dabei zum Vorschein kamen.

2. Was stellst du dir unter Literatur aus Israel vor? Sollte es eher politisch sein, eine Romanze vielleicht sogar ein Krimi? Erzähl doch mal…

Ich gebe zu, diese Frage war natürlich eine ziemlich diskutable Frage, die ich aber sehr passend fand, denn es regte auch die Diskussion an, ob man mit einem bestimmten Land auch eine bestimmte Art von Literatur in Verbindung bringen muss. Die Vielfalt der Antworten schloss schon darauf, dass es viele unterschiedliche Meinungen in diese Richtung gibt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Die Stichworte Religion und Spiritualität sind zwei Worte, die mir zu dieser Frage ganz besonders aufgefallen sind. Sophie hat eine sehr schöne Meinung dazu, wie ich finde. Die politische Situation in Israel sollte natürlich in einem Buch laut der Mehrheit nicht fehlen aber auch nicht im Vordergrund stehen. Man stellt sich normale Unterhaltungsliteratur vor, die aus allen Genres kommen können. Sogar eine Dystopie und Fantasyromane sind dabei nicht ausgeschlossen worden. Das zeigt mir, dass es nicht wichtig ist, dass ein Handlungsort auch gleichzeitig mit dem in Verbindung gebracht werden soll, wofür er steht oder wie die Realität dort aussieht. Wie in diesem besonderen Land der Krieg, die Politik oder die Religion.

3. Hat bereits etwas von der Buchmesse die Aufmerksamkeit bei dir auf sich gelenkt im Bezug zur israelischen Literatur?

Obwohl diese Frage für alle Teilnehmer freiwillig war, haben einige sich trotzdem an die Beantwortung dieser Frage versucht. Ich gebe zu, es war schwer und der Fokus des Gastlandes einer Buchmesse dringt nur schwer aus dem Netz zu uns hervor, wenn wir nicht selbst dort sind. Eben, weil sich nur wenig damit beschäftigt wird oder nur am Rande. Deswegen hatte ich auf die Seite der Buchmesse verwiesen, wo einige literarische Werke gelistet waren.
Wie von mir auch schon erwähnt, waren »Who the Fuck is Kafka?« von Lizzi Doron, »Ismaels Orangen« von Claire Hajaj und »Jeder Tag wie heute« von Jon Segal die Bücher, die deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen haben. Ich denke aber auch, dass das daran liegen könnte, weil diese Bücher allesamt Neuerscheinungen sind und auch schon etwas länger im Gespräch waren.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Mal Lauretta hervorheben, die die Frage 2 und 3 zusammengelegt hat und dazu einen sehr ausführlichen Text verfasst hat. Hier gehts zum Beitrag, den man sich durchgelesen haben sollte.

Ich zitiere den Abschlusssatz ihres Beitrages.

Das Schöne an Literatur ist, dass ihr dabei keine Grenzen gesetzt werden, um ein Land zu präsentieren, wie es wirklich ist.

Lauretta, mehralsnurgeschichten.blogspot.de

Morgen widmet sich Fraencis dann dem Thema der Neuerscheinungen & Lesenacht.

4 Kommentare

  • Philip sagt:

    Moin Henni,

    das ist schon ein sehr spezielles Thema mit Israel, weil ich glaube, dass es hierzulande eher weniger Literatus aus oder über das Land gibt. Ich selbst habe zumindest noch nichts aus oder über Israel gelesen weshalb mir die Beantwortung der Frage definitiv sehr schwer gefallen wäre. Umso erfreulicher, dass es doch tatsächlich den einen oder anderen gegeben hat der sich an der Aktion dann noch beteiligt hat 🙂

    Liebe Grüße
    Philip

    • Henrik sagt:

      Guten Morgen Philip,

      ich gebe dir recht. Die Schwierigkeit, dass sich Literatur aus Israel bei uns durchsetzt bzw. auch verlegt wird, ist gegeben. Ob das jetzt aber an unserem Land, unserer Kultur oder an den dortigen Verhältnissen liegen mag, weiß ich nicht genau. Man sagt ja allgemein nur, dass es schwierig ist.

      Ja, es ist schön gewesen, dass sich doch welche gefunden haben. Ich habe mir weniger gerechnet aber auch mit etwas mehr antworten. Die _Meinung scheint verallgemeinert zu sein.

      Liebe Grüße
      Henrik

  • Melissa sagt:

    Ein sehr treffender und schöner Schlusssatz! Hach, ich vermisse die LBM schon fast wegen eurer Aktion 🙂

    • Henrik sagt:

      Hallo Melissa,

      ja, der Satz hat echt etwas für sich. Lauretta und Ich haben schon etwas gemeinsames in Planung, da könnten vielleicht in Zukunft noch öfter solche Sätze entspringen. Näheres in Zukunft. 😀

      Deine Worte sind echt Belohnung für die ganze Mühe! Vielen Dank.

      Liebe Grüße
      Henrik

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