Interview Katja Montejano

29.09.2015
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© Katja Montejano, Privat
© Katja Montejano, Privat

Mit »Zerrspiegel« konnte mich Katja Montejano als Rezensenten gewinnen und auch als Leser überzeugen. In diesem Jahr erschien bereits ihr zweiter Roman »Das große Schweigen« und jetzt kann ich endlich das lang ersehnte Interview mit ihr führen.

Am 20. August 1967 kam Katja Zuchetti-Montejano in Aarau (Schweiz) zur Welt. Wegen ihrer spanisch-italienischen Wurzeln hatte sie in ihrer Jugend viel mit Diskriminierungen zu kämpfen. Doch aus dem schwachen Entlein wurde bald eine große Kämpferin. Sie fand bei ihrem Kampfsport genügend halt, um ihren ‚komischen‘ Namen zu verteidigen. Leidenschaften wie Sport, Tiere, Sprache und Lesen prägen ihr Leben bis heute. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der IT-Abteilung einer großen Schweizer Bankengruppe. Dem Schreiben von Krimis und Thrillern widmet sie sich seit 2008 und ist Mitglied der »Mörderische Schwestern«.

Kaffee oder Schokolade?

Schokolade essen löst einen Moment des Vergessens aus. Man gibt sich hin, schließt die Augen, genießt, vergisst Zeit und Raum. Und alles ist gut … Der Serotoninspiegel steigt, löst Glücksgefühle aus und verzückt den Geist.

Was hat dich dazu bewegt »Das große Schweigen« zu schreiben?

Das Thema des Buches behandelt ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte, von dem ich lange Zeit nichts wusste. Als ich davon las, ließ es mich nicht mehr los.

War es für dich einfacher, von und über die Schweiz zu schreiben?

Nein, egal wo meine Geschichten sich abspielen, die Recherchearbeit und die Besichtigung der Orte ist mir wichtig. Ich muss den Schauplatz kennen, um mir ein eigenes Bild zu machen und um meine Eindrücke über die Orte niederzuschreiben.

Wie bist du auf den Namen deiner Protagonistin „Primrose“ gekommen?

Ich bin ein „extremer“ Marvel-Comic-Fan :-), liebe natürlich auch andere Comics. Nun wirst du dich fragen, was das mit dem Namen Primrose zu tun hat, oder? Kommt gleich… ich hol etwas aus: Es gibt den Vornamen „Primrose“ = erste Rose, ausgesprochen (PREIMROUSE). Meine taffe Lady, die einiges erleben muss, heißt aber „Primerose“ (Aussprache dito wie „Preimrouse“). Den Namen mit der Buchstabendifferenz „E“ habe ich selber kreiert aus: TRANSFORMERS (Film) = Optimus Prime und einer Rose. Ihr Name spiegelt die Persönlichkeit meiner Protagonistin wider: HART wie Stahl (TRANSFORMERS, mein Liebling Optimus Prime, der aus Stahl besteht) und WEICH/ZART wie eine Rose, je nach Situation. Beide Eigenschaften braucht sie, um in dieser rasanten Story überhaupt zu überleben… natürlich verrate ich nicht mehr… psssssst…

Was fasziniert dich an Spannungsliteratur? Was macht den Unterschied für dich zu anderen Genres?

Ich liebe Thriller/Krimis genauso wie Horror-, Science-Fiction- und Fantasybücher oder Filme. An erster Stelle stehen Thriller, insbesondere „Horrorthriller“. Das trifft meinen Hauptgeschmack, aber gute Science-Fiction oder Fantasybücher/Filme können mich genau so begeistern wie Thriller. Ich bin da in keiner Genre-Schiene festgefahren. Ich lese auch sehr gerne Sachbücher oder Ratgeber. Abwechslung finde ich immer gut!

Motivhandlungen in Krimis und Thrillern. Sind das immer dieselben? Worauf achtest du dabei?

Ich plane nie ein Buch nach den Motiven. Diese lege ich erst fest, sobald ich die Idee zu einer Geschichte ausarbeite. Oft entwickelt sich aber eine Geschichte von selbst und die Motive auch.

Wie recherchierst du?

An erster Stelle steht immer die Idee. Nicht jede Idee eignet sich auch für eine Story. Anschließend beginnt die Recherchearbeit, je nach Thema einer Story. Interviews mit realen Figuren, eigenen Quellen (Polizisten, Juristen, etc.) und Besichtigung der entsprechenden Schauplätze.

Kannst du meinen Lesern und mir schon einen ersten Ausblick auf zukünftige Projekte/Erscheinungen von dir geben?

In den nächsten Monaten schreibe ich an einem Kurzroman und anschließend an einem neuen Thriller. Weitere Projekte sind in Planung.

Zum Abschluss noch ein paar Worte von dir?

Hier zum Abschluss noch eines meiner chinesischen Lieblingsweisheiten:

Drei Dinge kann man nicht mehr ändern: Das gesagte Wort, den abgeschossenen Pfeil und die verpasste Gelegenheit.

Sehr schöne Worte zum Abschluss, ich bedanke mich bei dir für dieses tolle Interview und unsere Zusammenarbeit.

Katja Montejano im Internet

Webseite: http://katjazucchetti.ch
Facebook: https://www.facebook.com/katja.zucchetti?


Das Foto ist mit freundlicher Genehmigung der Autorin zur Verfügung gestellt worden.

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