Lesestatus Lesestatus im Mai 2016

01.05.2016
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Mehr als ein Buch zur selben Zeit

Es gab mal eine Zeit, in der habe ich gesagt, dass es unmöglich ist, mehrere Bücher zur gleichen Zeit zu lesen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Im Gegenteil, ich habe des Öfteren schon neben meinem aktuellen Buch zusätzlich nach einem anderen Buch gegriffen. Grund dafür sind manchmal spontane Einfälle oder eben andere Faktoren. Gestört hat mich immer nur, dass man sich lange mit einer Geschichte aufhält, weil man in jedem Buch nur „schleppend“ voran kommt. Inzwischen finde ich es ab und an ganz gut, auch mal das aktuelle Buch zu pausieren und in einer anderen Geschichte meine Lesefreuden zu entdecken.

Literarische Wünsche

Im April habe ich endlich die Altlasten beendet; meinen ersten Klassiker, mein zweites Buch auf Englisch und den siebten Teil von »Das Lied von Eis und Feuer«. Insgesamt bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, weil damit zwei große Wünsche in Erfüllung gegangen sind. »Das Bildnis des Dorian Gray« war mein erster Klassiker, den ich auch bei der Bücherkultur Challenge abhaken konnte. Es fühlte sich richtig gut an, sich mal dieser Art der Literatur zuzuwenden. Die Autorin Floortje Zwiegtman hat in mir, mit ihrem Werk »Ich, Adrian Mayfield«, den Drang hervorgerufen, endlich einmal Klassiker zu lesen. Aber nicht nur irgendeinen, sondern das Werk von Oscar Wilde, der in dem Buch von Zwiegtman eine wichtige Rolle spielt. Eine Rezension zu Dorian Gray folgt demnächst auf meinem Blog.

Zu Adrian Mayfield

Rezension lesen

Nachdem ich »Harry Potter and the Philosopher’s Stone« von Joanne K. Rowling beendet habe, hatte ich den Beweis, dass es mehr Spaß macht, bereits bekannte Geschichten auf Englisch zu lesen. Es fördert nicht nur das Verständnis, es ermöglicht einem auch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschichte. Und es ist Harry Potter, kann man da viel Falsch machen? Jedenfalls war das erst der zweite Versuch, mich mit einem englischen Buch auseinanderzusetzen. Der erste Versuch mit Victoria Schwab’s »The Archived«, verlief ja nicht so wie gewünscht – aber ich denke, dass ich eines Tages auch dieses Buch gelesen bekomme.

Mit »Das Lied von Eis und Feuer« kam ich auch sehr gut voran, Band sieben wurde durch Band acht abgelöst. Ich traue mich die vage Vermutung zu äußern, das FraencisDaencis und ich dieses Jahr noch die Reihe beenden werden, sofern nicht Band 11 und 12 erscheien. Aber, kenner der Reihe werden es wissen: Der Winter naht, und das schon seit langer Zeit…


»Ich erinnere mich, dass du einmal gesagt hast, gute Vorsätze hätten etwas Fatales – sie würden immer zu spät gefasst.«

Das Bildnis des Dorian Gray, Oscar Wilde


Wunschliste

Irgendwo haben wir alle unsere Wunschliste, die wir führen – gedanklich, digital oder analog. Aber ich habe mir in diesem Monat mal ein wenig mehr Gedanken darüber gemacht. Wobei ich das insgeheim schon etwas länger mache. Ich habe monatlich immer nach Neuerscheinungen gestöbert und meine Wunschliste ins Unermessliche wachsen lassen – über 700 Titel befanden sich dann Anfang April darauf. Und das war meiner Meinung zu viel des Guten. Dazu sei gesagt, dass ich Reihen komplett aufgelistet habe. Jedenfalls bin ich diese Liste durchgegangen und habe mich gefragt, nach welchen Kriterien ich die Bücher dort eingetragen habe, weil viele Titel sind mir nicht in Erinnerung geblieben. Also habe ich nachgeschaut und festgestellt, dass mich sehr viele Bücher nicht mehr ansprechen. Die Konsequenz daraus war, dass meine Liste um mehr als die Hälfte geschrumpft ist und ich deutlich mehr Kriterien in meine Liste eingebracht habe, weshalb ich ein Buch haben möchte. Das klingt zwar ein bisschen eingeschränkt, ist es aber gar nicht. Es gibt durchaus viele Titel, die nur von fachlicher Natur sind und rein zur Selbstbildung dienen oder eben zur Recherche, für meine Schreibprojekte. Und da denke ich, dass ich das ein bisschen mehr sortieren und präferieren sollte, was ich wirklich lesen möchte. Ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit, jemals je alles lesen zu können. Das wäre doch zu schön, oder?

Screenshot meiner Wunchliste
Screenshot meiner Wunchliste

Magazine

Wenn die Lesezeit schrumpft oder man nur leichtes Gepäck mitschleppen möchte, eignen sich Magazine besonders gut. Die letzten Monate haben mir gezeigt, dass ich gerne mal in Magazinen stöbere und immer wieder über kleinere Artikel stoße, die mich interessieren. Mein Interessensbereich variiert, ich stöbere gerne danach, was mich gerade anspricht. Hauptsächlich sind es derzeit regionale Magazine, wie das Stadtmagazin oder neuerdings auch das „ISS WAS?“-Magazin. Ich habe es von einer Klassenkameradin in die Hand gedrückt bekommen, als es zum ersten Mal erschienen ist, seit dem freue ich mich auf jede weitere Ausgabe! Eigentlich ist es ziemlich untypisch für mich, dass ich etwas, dass sich mit Kochen und gutem Essen beschäftigt, auseinandersetze. Aber gutes Essen ist manchmal sehr fein – das hat auch die Street Food Tour gezeigt, als sie in meiner Stadt war.

Jetzt ist es natürlich so, dass mir noch einige andere Magazine zusagen würden und ich mich da gar nicht entscheiden kann. Vielleicht hat jemand noch den ein andere anderen guten Tipp für mich übrig.

Du bist an der Reihe!

Was hat dein Monat für dich bereit gehalten? Was hat dich bewegt! Erzähle es mir.

2 Kommentare

  • Hallo Henrik,

    ich habe auch Harry Potter war auch mein erstes Buch, das in Englisch gelesen habe. (Nach denen für die Schule.) Du wirst sehen, wenn man ein paar davon beendet hat, kommt man so gut in die Sprache rein, dass man sich auch andere Werke trauen kann. Im zweiten Anlauf klappt es bestimmt auch mit „The Archived“.

    Auf meiner Leselsote für diesen Monat stehen „Der Triumph der Geraldine Gull“ und „Jane Eyte“ von Charlotte Bronte. Letzteres lese ich ebenfalls für die Buchkultur Challenge. Ansonsten schau ich mal, wo mich der Wind literarisch so hinweht. Meine Erfahrung zeigt, dass ich mich selten an meine Leseliste halte, deswegen ist sie so kurz.

    Alles Liebe.
    Kerstin

    • Henrik sagt:

      Hallo Kerstin!

      Für die Schule musste ich bisher noch nichts auf Englisch lesen, bis auf die Schulbücher. Aber das macht nichts, schließlich kann ich das ganz gut selbst in die Hand nehmen, wie man sieht. Harry Potter eignet sich eben am Besten, da man im schlimmsten Fall in der Übersetzung nachschlagen könnte. Danke für deinen positiven Zuspruch zu diesem angegangenen Vorhaben!

      Ich mache mir genau aus diesem Grund keine Liste mehr. Warum etwas planen, dass spontan stattfinden sollte? Wenn ich Lust auf eine Geschichte habe, nehme ich sie mir. Das fühlt sich freier an!

      Ich wünsche dir gute Unterhaltung mit deiner Lektüre und hoffe, dass sie dir auch gefällt und du positiv darüber berichten kannst. Ich habe auch „Sturmhöhe“ schon Zuhause stehen, das wäre mein nächstes Buch für die Challenge!

      Liebe Grüße
      Henrik

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