Rezension Berstende Sterne

14.01.2016
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»Berstende Sterne« ist der Finale Band zur Legend-Trilogie von Marie Lu und ist 2014 erstmals auf Deutsch im Loewe Verlag erschienen.

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Inhalt

Day und June haben so viel geopfert für die Republik und füreinander. Nun scheint das Land endlich vor einem Neubeginn zu stehen. June arbeitet mit dem Elektor und führenden Politikern zusammen, während Day einen hohen Rang beim Militär bekleidet. Keiner der beiden hätte die Umstände vorhersehen können, unter denen sie wieder zusammenfinden. Gerade als ein Friedensabkommen unmittelbar bevorsteht, drohen Anschuldigungen einen erneuten Krieg heraufzubeschwören. Um das Leben tausender Menschen zu retten, soll June nun Day darum bitten, das zu opfern, was ihm am meisten bedeutet ...

Quelle: Loewe Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-7855-7492-8 (Hardcover)
  • Preis: 17,95 € [D] 18,50 € [A]
  • Seiten: 448
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage 2014
  • Ausgabe: Deutschsprachige Ausgabe
  • Erscheinungstermin: 14. Juli 2014
  • Genre: Dystopie, Jugendbuch
  • Reihe: Legend, Band 3
  • Original: Champion | G.P. Putnam’s Sons Books | 2013
  • Übersetzer: Sandra Knuffinke, Jessika Komina

Spoiler

Bei dieser Rezension handelt es sich um die Fortsetzung einer Reihe, bitte nur lesen, wenn du den Band davor gelesen hast.

Rezension zum Vorgänger

Oft ist es schwierig, direkt nachdem man ein Buch beendet hat, die richtigen Worte dafür zu finden. Ich war zunächst nämlich nur eines: sprachlos. Ich war erschlagen von der Wucht der vielen Worte, der Handlung und dem Ende. Ich konnte meine Gedanken nur noch Karussell fahren lassen und mich an nichts mehr klammern. Als sich dieser Strudel allmählich löste, dämmerte es mir. Es ist vorbei, du hast Day und June bis zum Schluss begleitet und jetzt liest du vermutlich nie mehr, was sonst noch so passiert. Das ist schrecklich. Und perfekt.

Der letzte Band passt farblich perfekt zu mir, das ist klar. Ich liebe die Bücher nicht gerade wegen der Aufmachung, weil sie optisch sehr für die weibliche Zielgruppe gemacht sind, was man vom Inhalt keineswegs behaupten kann. Aber ich lasse mich von Äußerlichkeiten kaum beeindrucken, weil mir das Innere viel wichtiger ist.

Die Steigerung innerhalb der Trilogie war so, wie es sein sollte. Von Anfang bis Ende wurde es stetig besser. All die kleinen Schwächen vom Anfang wurden mit wachsender Seitenzahl gekonnt ausgemerzt und überspielt. Die Liebe und Leidenschaft für die Geschichte wurde spürbar in viele Schreibstunden verpackt und endete in einer emotionsgeladenen Handlung, die einem auch einige Tage danach noch schwer nachhängt.

Manchmal geht die Sonne aber auch früher unter. Ein Tag dauert nicht ewig, weißt du? Aber ich werde kämpfen, so gut ich kann. Das verspreche ich dir.

Berstende Sterne, S. 126

Während meine Gedanken beim Lesen stets um die Protagonisten kreisten, fiel es mir schwer, mich auf andere Aspekte zu konzentrieren. Der Fokus lag sehr darauf, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Nachzuempfinden, was sie durchmachen mussten. Dabei gab es einen Faktor, der mich schon im ersten Band sehr irritiert hat. Eigentlich sind Day und June recht jung, immer wieder handeln sie sehr überlegt und erwachsen. Ihr Auftreten wirkt sehr reif. Sie sind die Wunderkinder der Republik, sie sind der Puls des Volkes. In ihren schwachen Momenten — in den vielen Gedankenmonologen — wo man tief in das innere Zerwürfnis der Einzelnen blicken kann, wurde deutlich, wir belastend all das für sie sein muss. Sie können nur innerlich ihrem tatsächlichen Alter gerecht werden.

Die Autorin Marie Lu erzeugt viele sprachliche Bilder, die manchmal erst in den Zeilen danach ihre richtige Wirkung entfalten konnten. Obwohl man schon weiter war, dämmerte es einem, was als Nächstes passieren wird und man konnte gegen die Ohnmacht und das Schwindelgefühl kaum ankämpfen. Es blieb einem nichts weiter übrig, als Zeile um Zeile hilflos weiter zu lesen, und dem Geschehen seinen Lauf zu lassen.

Viele Wendungen kamen dabei sehr überraschend und haben richtige Glücksgefühle ausgelöst. Die Euphorie ließ immer wieder neue Triebe der Hoffnung entstehen und verschaffte Augenblicke zum Aufatmen. Bis zum Schluss.

Cover

5

Gestaltung / Aufmachung

4

Kulisse

5

Charaktere

5

Idee / Aufbau

5

Spannung

5

Komplexität

4

Emotionen

5

Schreibstil / Lesbarkeit

5

Eigene Meinung / Empfindung

5

Durchschnittliche Bewertung

4,8

Und da bin ich nun, am Schluss dieser einzigartigen, hoffnungsvollen und energiegeladenen Geschichte, die ich zusammen mit einigen anderen genießen durfte. Ich hoffe sehr, dass diese Geschichte noch viele andere Menschen erreichen wird und mindestens genauso große Freude und Emotionen auslöst wie bei mir.

Einzigartig, hoffnugsvoll, energiegeladen und vollkommen.

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