Rezension Das Kapital bin ich

24.12.2014
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»Das Kapital bin ich« ist ein Teil der Intilligent Leben Reihe von Hannes Grassegger und ist 2014 im Kein & Aber Verlag erschienen.

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Inhalt

Das Manifest für alle Internet-Zweifler und Gegner der virtuellen Manipulation. Für alle, deren Fingerspitzen nur noch Touchscreens berühren, die in YouTube verloren gehen und sich Facebook ausgenommen fühlen. Für alle, die sich den AGBs von Google & Co nicht mehr fügen wollen. Es ist Zeit, sich aus der selbstverschuldeten "Digitalen Leibeigenschaft" zu befreien! Der Ökonom Hannes Grassegger zeigt auf, wie wir zu einem neuen Selbstbewusstsein im Umgang mit unseren Daten finden und auch noch Geld daran verdienen.

Quelle: Kein&Aber Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-0369-5698-5 (Taschenbuch)
  • Preis: 7,99 € [D]
  • Seiten: 77
  • Sprache: Deutsch
  • Erscheinungstermin: 25. Juni 2014
  • Genre: Ratgeber
  • Reihe: Intelligent leben 8

Meinung

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich zunächst nicht, was ich davon halten sollte. Viele Fragen haben mich schon von Beginn an überhäuft. Was erwarte ich? Was erwartet mich? Was möchte mir dieses Buch sagen?

Auch nach Langem hin und her ist es immer noch sehr schwer, sich überhaupt in irgendeiner Form an eine Rezension zu wagen. Mir fehlen die Worte, mit denen ich etwas zu diesem Buch schreiben soll.

Durch den ganzen Input, den dieses Buch hat, wird man ziemlich überladen mit Informationen und Fußnoten mit Verweisen auf Quellen. Eigentlich ganz gut, weil man vielleicht noch mehr Zusatz hat.
Doch einiges in diesem Buch war mir nicht neu, vieles wurde wiederholt und es war ein klares Feuer gegen das Internet, von welchem mittlerweile vieles abhängt.

Die Frage, ob das wirklich gut sein soll oder nicht, sei dahingestellt, welche Frage behandelt wurde, war die Frage – Wer verdient an unseren Daten und warum wir unsere Daten einfach so hergeben und nicht selbst verkaufen.

Klare “Opfer” in dem Buch waren “Facebook & co.” und “Google & co.”, immer wieder wird erwähnt, dass die Daten, die wir hergeben, gehortet werden und wir sie leichtsinnig in ihre Rachen werfen. Aus unseren Daten werden Milliarden von US-Doller und wir sehen davon keinen Cent. »Wir sollten sie selbst verkaufen und nicht verkaufen lassen«, so Hannes Grassegger.

Aber was soll ich so wirklich davon halten und was soll ich dazu sagen?

Jemand, der seine Daten nicht “abgeben möchte”, der sollte eventuell kein Internet benutzen oder keine Konten anlegen. Klingt zwar für Menschen wie mich unmöglich, doch man muss überall wissen, worauf man sich einlässt und was einen erwartet.

Ich als Person setze voraus, dass man sich dessen bewusst sein sollte, was man tut, so auch im Internet. Gehe ich ins Internet und lege Konten an, so muss ich mir bewusst sein, dass diese Konten nicht “unverkauft” bleiben oder “komplett gelöscht” werden. Mails werden verkauft, Daten werden gehortet und Daten weiter verkauft. Auch wenn man es nicht zwingend mag, sollte man es vielleicht ‘akzeptieren’ – wobei das das falsche Wort dafür ist. Jemand, der vorsichtiger sein möchte, weiß, was zu tun ist.

Im Internet läuft nicht alles richtig und viele Maßen sich auch zu viel an, aber man bestimmt immer noch selbst, was man preisgibt und was nicht. Manchmal reicht es vielleicht auch schon die Einstellungen durchzugehen – auch wenn eine hübsche Oberfläche vielleicht nicht tut, was draufsteht.

Bewertung

Da es mir mehr als schwergefallen ist, die Meinung in dem Buch nachzuvollziehen bzw. zu vertreten, ist es schwer sich ganz darauf einzulassen. Auch die Bewertung fällt dementsprechend schwer. Aufgrund von mehrfacher Wiederholungen und Betonungen wird man auch schnell genervt von der Thematik. Ich bin der Meinung, dass man solche Themen durchaus auch erklärender und sachlicher angehen könnte. Daher nur zwei von fünf möglichen Schreibfedern.

Fazit

Ich denke, jeder sollte sich selbst eine Meinung dazu bilden und sich mehr darauf verlassen ob er leichtsinnig mit Daten im Internet umgeht oder nicht. Schließlich liegt es wie immer im Auge des Betrachters. Es soll wohl auch Menschen geben, denen so ziemlich alles egal ist.

Ich danke dem Kein&Aber Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplar.

Gut gemeint, reich an Wissen aber trotzdem hat es einen bitteren Beigeschmack.

4 Kommentare

  • lesenslust sagt:

    O je, ich glaube, das hätte mich auch überfordert. Ich mag es gar nicht, wenn einem eine Meinung schier aufgezwängt wird. Und wenn man die Meinung eines Autors bzw. die Aussage eines Buches nicht vertreten kann, sollte man wohl lieber die Finger davon lassen. Ja, das sagt sich einfacher als es ist, ich weiß. Aber irgendwie lasse ich deshalb von derart Ratgebern lieber ganz die Finger. Liebe Grüße, Steffi

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