Rezension Der Legendenjäger

21.04.2015
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»Der Legendenjäger« ist Auftakt einer neuen Kultreihe von Shane Hegarty und ist 2015 erstmals auf Deutsch im Oetinger Verlag erschienen.

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Inhalt

Minotauren, Monster, Höllenhunde: Willkommen in Darkmouth! Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden „Legendenjägers“ von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur „Verseuchten Seite“ zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.

Quelle: Oetinger Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-7891-3725-9 (Hardcover)
  • Preis: 16,99 € [D] 17,50 € [A]
  • Seiten: 368
  • Sprache: Deutsch
  • Erscheinungstermin: 20. Februar 2015
  • Genre: Kinderbuch
  • Reihe: Darkmouth, Band 1
  • Original: Darkmouth | HarperCollins, UK | 2015
  • Übersetzer: Bettina Münch

Meinung

Bei diesem Buch stimmt einfach alles. Das Cover, die Aufmachung, die Illustrationen und die Geschichte. Aber erst mal alles auf Anfang. Bei diesem Buch zählt: Das Auge isst mit und ich sage euch, das tut es. Man kann gar nichts dagegen tun. Die Aufmerksamkeit bekommt dieses Buch alleine schon durch dieses mega coole Cover. Das muss man so sagen. Es ist frisch, es ist GRÜN und da kommt der kleine Junge mit den großen Augen in mir hervor.

Darkmouth ist der Ort, an den man sich nicht heranwagen sollte. Man sollte fern bleiben. Aber ist man einmal dort, will man nicht mehr weg. Ich finde, mit diesem Ort ist dem Autor etwas gelungen, dass der fiktionalen Umgebung in diesem Buch absolut gut tut. Mir gefällt es, dass ich einfach auf einen verborgenen Ort in unserer Welt reisen kann der so anders ist. Genau das liebe ich an solchen Büchern und ich finde, es stimmt hier alles. Die Atmosphäre ist hier einfach gegeben und fängt einen gleich.

Die Charaktere waren wunderbar. Die Idee der Legendenjäger ist großartig und wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Man bekommt vieles mit, auch vieles von der alten Linie dieser Legendenjäger. Auch die Schattenseiten der Vorgänger wurden hier erwähnt, was positiv aufgefallen ist. Was ich sehr schade fand, dass die Legenden (böse Menschen sagen Monster!) so schlecht beschrieben wurden. Mir hat noch etwas mehr an Details gefehlt. Ich weiß, dass die Wesen teilweise abgebildet waren, aber nicht sehr auffällig. Aber mich hat eher gestört, dass sie nicht so zu Sprache gekommen sind im Text und sie im Kopf eher einem Klumpen statt einer besonderen Form entsprachen.

Die Sprache in dem Buch ist natürlich Kinderbuch gerecht, empfohlen wird es ab 10 Jahre. Ich denke mal, dass man das vielleicht vertreten kann. Mir ist aufgefallen, dass Hegarty eben die Personen hervorragend ausgearbeitet hat und vieles erwähnt hat, was situationsbedingt eben passierte. Es liest sich flüssig und locker von der Hand.

Die liebevolle Gestaltung gibt diesem Buch natürlich viele viele Sympathiepunkte, die es, wenn man nur den Text betrachtet, nicht gäbe. Das klingt ein wenig negativ, doch denke ich, sollte ich das an dieser Stelle auch mal erwähnen. Ich finde toll, dass man damit gespielt hat, dass man Seiten geschwärzt hat und mit weißer Schrift weiter geschrieben hat.

Bewertung

Dieses Buch erhält von mir gerade so vier von fünf Schreibfedern. Diese Bewertung kommt zustande, weil mir eben Details gefehlt haben, die das Ganze etwas abrunden. Die die Form geben. Das ist für mich ein absoluter Kritikpunkt. Wohingegen die Charaktere an sich und der Ort Darkmouth wieder eine Menge an positivem Gewicht mitbringt.

Fazit

Dieses Kinderbuch habe ich auch bewusst als solches gelesen. Nicht als literarisches Meisterwerk oder als High-Fantasy Roman. Die Erwartungen habe ich wie bei den meisten Büchern nicht zu hoch angelegt, weil ich mich leiten lassen will von der Geschichte. Erleben möchte, wie es mich mitreißt und packt. Und auch so dann feststellen mag, welche Eigenschaften positiv oder negativ sind nach meiner Meinung. Genauso war es hier und ich kann sagen, dass dieses Buch auch durchaus von älteren gelesen werden kann. Jugendliche und Erwachsene können mit diesem kurzweiligen Buch genauso viel Freude haben wie ein 10-Jähriger. Die Reihe wird bestimmt auch den “Kult”-Status erreichen, wenn die nächsten Bücher keine Flops werden, ganz sicher.

Ich danke dem Oetinger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Weitere Rezensionen

http://sarahsuperwoman.de

Diesem Buch fehlt nichts, außer der letzte Schliff. Eine tolle Geschichte!

6 Kommentare

  • Bei diesem Buch habe ich lange gekämpft, ob ich die Rezensionsanfrage annehmen soll. Letzendlich habe ich mich zu Gunsten meines SuB dagegen entschieden. Nun bin ich unsicher, ob mir nicht doch eine gute Geschichte entgangen ist.
    Aber ich denke, ich werde abwarten, wie der nächste Teil hier so ankommt.

    • Henrik sagt:

      Hallo Kerstin,

      wegen der unterschiedlichen Reaktionen würde ich auch sagen, warte bis zum zweiten Teil. Dein SuB muss ja auch gelesen werden.

      Liebe Grüße
      Henrik

  • Mone sagt:

    Hi!

    Eine tolle Rezi. Mein Sohn und ich haben es gemeinsam gelesen und er war total begeistert. Wie die Mama. Er liebt aber auch solche Bücher,wo es auch mal etwas gruseliger ist, wo andere Kids dann eher Angst bekommen.

    Lg Mone

    • Henrik sagt:

      Hallo Mone!

      Ich danke für das Lob! Ich kann deinen Jungen total gut verstehen. Das hätte ich sicher als Kind auch lieber gemocht. ☺️

      Ich hoffe, dass er und du sich schon auf die Fortsetzung freuen und sie hoffentlich auch so toll wird!

      Liebe Grüße
      Henrik

  • Mone sagt:

    Und wie wir uns freuen.

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