Rezension Die Insel der besonderen Kinder

31.03.2015
7

»Die Insel der besonderen Kinder« ist ein Roman von Ransom Riggs und ist 2011 erstmals auf Deutsch im PAN-Verlag erschienen.

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Inhalt

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Quelle: Droemer Knaur Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-426-51057-5 (Taschenbuch)
  • Preis: 9,99 € [D] 10,30 € [A]
  • Seiten: 416
  • Sprache: Deutsch
  • Ausgabe: Vollständige Taschenbuchausgabe August 2013
  • Erscheinungstermin: 27. Oktober 2011
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Besondere Kinder, Band 1
  • Original: Miss Peregrine´s Home for Peculiar Children | Quirk Books, Philadelphia | 2011
  • Übersetzer: Silvia Kinkel

Meinung

Der Anblick des Buches lässt schon eine außergewöhnliche Geschichte vermuten. Das Bild von einem schwebenden Mädchen zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Der Titel fängt einen. Die Verzierungen am Rand sind wunderschön.
Dieses Cover ist ein Blickfang und sieht sehr gut aus. Ich mag es sehr und schaue es gerne an.

Anders als zunächst erwartet spielt sich die Geschichte in einer doch aktuellen Zeitspanne ab. Ich hatte vermutet, man befindet sich direkt in den führen 1900er aber dem war nicht so. Das war aber nicht weiter schlimm, man liest ja gerne unvoreingenommen und lässt sich darauf ein. Im Verlauf der Geschichte ändert sich auch die Kulisse. Aber um nichts vorwegzunehmen, werde ich einfach mal Eindrücke sammeln.
Riggs hat eine ziemlich beklemmende Abgeschiedenheit geschaffen, die diesem Buch eine dunkle Farbe verleiht. Stets ist man trotz Sonnenschein misstrauisch und vermutet, dass im nächsten Moment etwas die Ruhe stören könnte. Die Beschreibungen der Orte, Straßen und des Wetters waren sehr passend und konnten vollkommen überzeugen und begeistern. Die Bilder in dem Buch konnten einem einen kleinen “Einblick” verschaffen, der aber eher auf den Charakteren lag.

Die Aufmachung der Charaktere war ziemlich ineinander verwickelt, durch die ganzen Verwandtschaften in diesem Buch. Doch schon nach einigen Seiten klärt sich vieles von selbst auf. Man erhält einen sehr genauen Überblick über die Verknüpfungen und kann sich dann auch schnell auf die nächste Ladung – die besonderen Kinder – einlassen. Natürlich empfiehlt sich hier eine besondere Aufmerksamkeit beim Lesen, sonst kommt man vielleicht ein wenig durcheinander.
Jeder Charakter hatte eine Struktur, die auch beibehalten wurde. Besonders gefallen hat mir, dass Riggs eben die besonderen Kinder auch mit besonderen Fähigkeiten versehen hat. Bilder im Buch zeigen diese sogar teilweise, was dem Ganzen noch einmal eine extra Portion an Pluspunkten verschafft.

Dem Autor zu folgen ist ein Leichtes. Man liest und lässt sich treiben vom Fluss der Worte. Aufhören ist bei diesem besonderen Schätzchen Fehlanzeige. Man kann sich nur schwer lösen. Es war an manchen Stellen zwar ziemlich ausschweifend, aber nicht weiter störend. Immer mal wieder gab es einen kleinen Blick in eine unangetastete Vergangenheit. Geheimnisse und Rätsel scheute er beim Schreiben nicht.

Mit diesem Buch hat Ransom Riggs eine mystische und rätselhafte Geschichte erschaffen, die nicht zu schwer ist. Es verleitet zum Weiterlesen, weswegen sie auch ziemlich kurzweilig ist. Die vielen Bilder sind das Sahnehäubchen neben der hübschen Aufmachung. Dieses Buch ist wie seine Kinder, etwas Besonderes.

Bewertung

Die Unterhaltung war groß, die Spannung hielt an und man möchte wissen, wie es mit den Kindern weitergeht. Dieses Buch war eine angenehme Lektüre für zwischendurch und verleiht genau die Stimmung, die man beim Anblick schon erwartet. Dennoch ist es mir nur vier ganze Schreibfedern wert. Das begründe ich mit der manchmal leicht vorauszusehenden Handlung und dem für mich noch fehlenden gewissen etwas, worauf ich im Folgeband hoffe.

Fazit

Dieses Buch ist wirklich für Leute gedacht, die nach schönen Geschichten schauen, die einen kleinen Schauer über die Rücken wandern lassen wollen. Die auf der Suche nach etwas Besonderem sind oder auch gerne Bücher mögen, die bebildert sind. Für dieses Buch gibt es keine feste Altersgruppe, da auch durchaus ein Erwachsener damit unterhalten werden kann.

Ich danke dem Knaur Verlag für diese Überraschung! Es kam unerwartet.

Weitere Rezensionen

http://www.buchverrueck.de
http://nico-wallmann.blogspot.de
http://nightingale-blog.net
http://sunsys-blog.blogspot.de (Hörbuch)

Kennst du bereits dieses Buch oder durfte schon in “Die Stadt der besonderen Kinder” reinschnuppern? Immer her mit den Kommentaren! 🙂

Wer Lust auf eine kleine, aber feine und skurrile Geschichte hat, ist mit “Die Insel der besonderen Kinder” bestens bedient.

7 Kommentare

  • Alexandra vom Bücherkaffee sagt:

    Hallo!
    Schöne Rezension zu einem wirklich tollen Buch.
    Ich lese es auch gerade wieder, weil es nun doch schon eine ganze Weile her war und ich aufgrund dessen nicht so recht in den Fortsetzungsband „Die Stadt der besonderen Kinder“ reingefunden habe.
    Aber es begeistert mich schon wieder aufs Neue, Riggs weiß seine Leser zu fesseln 🙂

    Liebe Grüße!
    Alexandra

    • Henrik sagt:

      Hallo Alexandra,

      schön, dass du vorbeischaust und ein Kommentar dalässt! 🙂

      Ja, dieses Buch ist echt toll. Morgen beginne ich mit dem zweiten Band und freue mich schon so unendlich drauf. Lückenfrei zu lesen ist schon besser, vor allem wenn es schön länger her ist.
      Ich wünsche dir viel Spaß bei dem ersten Band und vor Allem bei der Fortsetzung! 🙂

      Liebe Grüße
      Henrik

  • fraupixel sagt:

    Bei uns in der Buchhandlung war der erste Band am Anfang ein ziemlicher Ladenhüter. Das Cover hat mich leider nicht so neuigierig gemacht, aber wenig später war auch „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ und ich dachte, das wird wieder so ein Hype mit Ansage. Aber deine Rezension macht mich neugierig. 🙂

    • Henrik sagt:

      Hallo 🙂

      Ja, ich hab dieses Buch erst lange nach dem „Hype“ gefunden. Eher durch Zufall und hab es dann auf die Wunschliste gepackt. Irgendwann lag es dann im Briefkasten (Der Verlag hats mitbekommen, irgendwo. :D). So kam ich dann dazu.
      „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ hat aber hiermit nichts zu tun, oder?

      Es freu mich, dass ich es geschafft habe, dich neugierig zu machen.
      Liebe Grüße
      Henrik

  • saskia1987 sagt:

    Eine wunderbare Rezension!

    Das Buch habe ich vor einiger Zeit ebenso gelesen, als er gerade erschien und ich war hin und weg. In gewissen Abschnitten empfand ich die Geschichte tatsächlich vorhersehbar aber gerade das Ende emfpand ich überraschend. Ich hab mich wie ein Teil des ganzen gefühlt, so sehr hat mich Riggs mitgerissen und die Fortsetzung steht ganz oben auf meiner Wunschliste 🙂

    Liebe Grüße
    Saskia

    • Henrik sagt:

      Hallo Saskia,

      ich danke dir für das schöne Kompliment!

      Ich fühle mich eben im zweiten Band sehr wohl, den kann ich dir ebenfalls schon ans Herz legen. Ich finde es toll, weil es direkt ans Ende des erstend Bandes anknüpft. Das kommt nicht oft vor!

      Ja, manche stellen sind leicht vorauszusehen, aber ich kreide es dem Buch nicht wirklich an. Es ist eine stimmige Geschichte mit besonderen Elementen, die zum Abtauchen einläd, bei dem man die Zeit vergisst.

      Liebe Grüße
      Henrik

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