Rezension Die Unbarmherzigen

18.11.2014
4

»Die Unbarmherzigen« ist ein Jugendbuch von Danielle Vega und ist 2014 erstmals auf Deutsch im bloomoon Verlag erschienen.

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Inhalt

Sofia ist neu in der Schule und dankbar, dass sich die nette Riley ihrer annimmt. Riley und ihre Freundinnen Grace und Alexis haben alles, was man sich wünscht. Sie sind beliebt, gut aussehend und kommen aus den besten Familien der Stadt. Und sie fühlen sich berufen – berufen dazu, ihre rebellische Mitschülerin Brooklyn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Denn hinter der herablassenden Art des unangepassten Mädchens verbirgt sich etwas abgrundtief Böses, davon sind Riley und ihre Clique überzeugt. Riley will Brooklyns Seele retten und Sofia soll ihr dabei helfen. Was wie ein harmloser Streich beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum, aus dem es für Sofia schon bald kein Entrinnen mehr gibt …

Quelle: Bloomoon Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-8458-0723-2 (Taschenbuch)
  • Preis: 12,99 € [D] 13,40 € [A]
  • Seiten: 264
  • Sprache: Deutsch
  • Ausgabe: Print Ausgabe
  • Erscheinungstermin: 08. August 2014
  • Genre: Jugendbuch, Thriller
  • Original: The Merciless | Razorbill, USA | 2014
  • Übersetzer: Doris Hummel

Meinung

Knall Pink! Das ist das Cover von die Unbarmherzigen und lässt auf einen quietschigen Mädchen-Roman schließen. Aber halt, da ist ja noch ein Pentagramm und oh, es ist falsch herum und es ist böse. Oh ja, furchtbar böse! Nix mit quietschen! Blut, Blut und noch mehr Blut! Das Cover hat mich leicht verrückt gemacht und ich frage mich, ob es anderen auch so geht? Ich hatte leicht Angst, das Buch während der Bahnfahrt als Kerl zu lesen aber ich war mutig und habe es dennoch getan. Wunderschönes Cover! So simple. Ach ja, alles “Gelbe” ist Gold.

Ich schwärme mal weiter über die Kulisse, die fast nur aus einer bestand. Nämlich aus einem Haus, welches in einem lahmgelegten Baugebiet, wenn ich mich recht entsinne, steht. Einsam und Verlassen und so gar kein Ort für pinke und schöne Mädchen, wie diese. Ansonsten war da noch die Schule, von der ich auch nicht mehr weiß, wie sie heißt, falls das erwähnt wurde. Das ist aber unwichtig. Fakt ist, Danielle Vega wusste genau, welche Orte sie für ihren Roman brauchte. Und genau so liest es sich auch. Es wurde nichts dem Zufall überlassen. Entkommen? Unmöglich.

Sofia ist die zentrale Figur im Roman. Sie ist neu und versucht sich an der Schule etwas zu integrieren. Beim Essen stößt sie auf Brooklyn und Chris. Der erste Kontakt zu Schülern an dieser Schule ist geknöpft. Sofia hatte bereits mehrfach die Schule wechseln müssen, weswegen es für sie nichts Neues war, wieder mit neuen Leuten auszukommen. Freundschaften waren nicht ihre Absicht, lediglich gutes Auskommen und nicht alleine sein. Riley, Alexis und Grace sind die schönsten Mädchen auf der Schule. Eine Clique, die förmlich danach schreit, sich auf die neuen zu stürzen und sie fertigzumachen. Ein Klischee, an dem sich in diesem Buch nicht bedient wurde. Der Spieß wurde umgedreht und so haben sich Sofia zur Freundin gemacht.

Die Charaktere, die Danielle Vega erschaffen hat, waren nicht sehr tiefgründig. Es war eher eine Oberfläche, an der an manchen Stellen tiefer gekratzt wurde und an manchen nicht. War aber auch an dieser Stelle nicht nötig, da die Handlung das nicht erfordert hat. Zumindest habe ich das so empfunden und mich daran nicht gestört. Klar gibt es ein paar Stellen, an denen man sich vielleicht mehr Tiefe gewünscht hätte, um es besser nachvollziehen zu können, aber das hätte sich wieder auf das gesamte Buch ausgewirkt. Es war gut so, wie es war.

Geschrieben hat Frau Vega das Buch in einem leichten Stil, nichts Anspruchsvolles für Leseratten wie mich. Ein paar Kraftausdrücke hier und da haben noch mal einen guten Charakter erzeugt, der hier sehr gut reingepasst hat. Auch die amerikanischen Südstaaten Akzente hat sie versucht mit hineinzuziehen und es war auch gelungen. Es war einfach zu lesen und rutschte quasi einfach so vor den Augen davon.

Das Buch war anfänglich sehr Klischee behaftet, weswegen ich kurz gezweifelt habe, ob es auch wirklich das Richtige war. Aber enttäuscht wurde ich nicht, die Handlung wurde dann noch richtig böse und derbe. Damit habe nicht mal ich gerechnet, auch wenn ich schon gehört habe, dass dieses Buch wohl sehr kranke Züge haben soll. Tja, ist so gewesen und ich bestätige. Meine Ekel-Toleranzgrenze war an manchen Stellen echt überreizt. Allerdings hat es mir auch genau aus diesem Grund so gut gefallen. Es war anders, es war böse und.. ich glaube, ich habe mein Jahresfavorit gefunden! Es ist schon wieder ein Buch, welches eigentlich farblich zu einem Mädchen passt. o_O

Bewertung

Ein klasse Buch mit einer mehr als ausreichenden Handlung. Ich hoffe nur, dass diese Geschichte nicht durch eine Fortsetzung verschandelt wird. Das hat dieses Buch nämlich nicht nötig. Es ist perfekt so und abgeschlossen. Zumindest sehe ich das so. Selbst der Klischee belastete Anfang sei verziehen. Ich erkläre es auch hiermit feierlich zum Jahresfavorit. Garantiert ist dieser Titel allerdings noch nicht, das Jahr geht noch etwas länger. Verdiente fünf von fünf Schreibfedern. Holla die Waldfee! Oder Diabolo, Diabolo..

Fazit

Meiner Rezension ist nichts mehr hinzuzufügen, ich hoffe, dass nicht nur ich so empfinde. Falls jemand noch Fragen hat oder sich gerne anderweitig äußern möchte, in den Kommentaren ist genug Platz für alle! 🙂

Böse Mädchen, böse Mächte. Dieses Buch überzeugt mit einer starken Handlung!

4 Kommentare

  • Nenatie sagt:

    Hallo 🙂
    das Cover finde ich auch sehr abschreckend! Aber deine Rezi hat mich neugierig gemacht! Das Buch klingt wirklich gut und ich will es jetzt undebingt lesen!

    Liebe Grüße

    • Henni sagt:

      Hallo Nenatie,

      freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte. Vielleicht wird es dich genauso begeistern wie mich, das wäre echt schön. Ich würde mich über deine Meinung, wenn es soweit ist, freuen.

      Ich danke dir!

      Liebe Grüße
      Henni

  • Ivi sagt:

    Das Buch subbt bei mir noch – ich habe es damals nur wegen des Covers gekauft – hach so pink 😀 ich denke bzw. ich hoffe, dass ich es jetzt endlich bald lesen werde – es wird langsam Zeit 🙂 schöne Rezension!

    Liebste Grüße
    Ivi

    • Henni sagt:

      Vielen lieben Dank für das Lob. 🙂

      Wenn dir es nicht zu brutal ist, dann gefällt es dir sicher! Pink ist nicht gleich Pink. 😀

      Liebe Grüße
      Henni

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