Rezension Dunkel war’s…

13.01.2015
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»Dunkel war’s…« ist ein Kurzgeschichten Sammlung von Rosemarie Benke-Bursian und ist 2012 erstmals erschienen.

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Inhalt

Können Sterne für einen schrecklichen Mord verantwortlich sein? Ist da wirklich ein Hase mit Mütze auf einem Sandberg? Und was hat es mit Karinas Baby auf sich? Mal witzig, mal skurril und auch mal gruselig, aber immer voller Spannung, werden diese und andere Fragen von der Autorin gestellt. Die Lösung ist fast immer überraschend – oder doch nicht? Sieben groteske Geschichten und Kurzkrimis laden zum spannenden und entspannenden Leseschmaus ein.

Quelle: Amazon

Buchinfo

  • ASIN: B008O2KD9Y (eBook)
  • Preis: 0,99 € [D]
  • Seiten: 40
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Erscheinungstermin: 8. September 2014
  • Genre: Krimi

Meinung

Ich bin mal so frei und lasse die Cover-Bewertung aus, denn.. ich rümpfe unauffällig die Nase. Nein, aber sagen wir es so: Ich bin kein Fan davon. Es hat für mich keine wirkliche Aussage und das Interesse weckt es vielleicht auch nicht so, wie vielleicht erhofft. Froh bin ich ja, dass ich mehr positiv vom Inhalt sprechen kann. Weiter zum Inhalt!

In diesem kleinen Werk von Frau Benke-Bursian befindet man sich oft an Orten, die von Dunkelheit beherrscht werden. Nächtliche Autofahrten, all abendliche Zusammenkünfte und so weiter. Von der Atmosphäre her waren alle sieben Kurzgeschichten wieder mal herausragend. Besser konnte es nicht sein in den jeweiligen Situationen. Ich mochte schon vorher, dass man sich hier auf Atmosphäre verlässt und damit spielt.

Die Charaktere haben oft gewisse Eigenschaften, oft spielt Rache und Vergeltung eine Rolle. Aber auch die Vergangenheit und Gegenwart lasen sich hier blicken. Es ist manchmal schwierig dem Geschehen zu folgen, da man meist direkt hineingeworfen wird, da nicht viele Seiten pro Geschichte da waren. Das ist aber üblich bei Kurzgeschichten, weswegen es auch oft nur grobe Züge von den Gefühlen und den Taten der einzelnen Personen zu lesen gab. Dies wiederum war aber ausreichend für jede Geschichte. Man hat aber dennoch einen guten Eindruck von allem gehabt und konnte sich auf jeden Fall hineinversetzen, in jede Lage.

Rosemarie Benke-Bursian schreibt wie auch schon bei meiner letzten Rezension sehr einfach aber sie versucht auch gerne mal Dialekte und jugendliche Sprache – je nach Bedarf – einzubauen. Leider fand ich das schwierig, da es auf der einen Seite authentisch wirken sollte aber auf mich eher so gewirkt hat, dass sie ein bisschen damit gespielt hat. Auch den Drogeneinfluss, den man hier dargestellt hat, war vielleicht ein wenig überspitzt, aber die Freiheit der Autorin, dies zu machen, ist natürlich trotzdem da und wurde genutzt. Aber gut, das ist auch nicht einfach und das möchte ich hier nicht ausschlachten, immerhin hat es gepasst und man bekam einen recht guten Eindruck von den Personen. Auch in dieser Sammlung gelang es ihr wieder perfide und geschickt zu schreiben, sodass man leicht hinters Licht geführt werden konnte.

Dunkel war’s.. so lautet der Titel – so war auch das Buch. Dunkel, einfallsreich, unterhaltsam, kurzweilig. Ich fand es ganz angenehm nach meiner Leseflaute erst mal zu einer Kurzgeschichten Sammlung zu greifen, weil man sich viel einfacher wieder auf das Lesen konzentrieren kann und ein Gefühl dafür bekommt viele Seiten zu lesen.
Trotz mancher Stellen, wo man sich denken konnte, was gleich passiert, war es alles in allem sehr lesenswert.

Bewertung

Basierend auf meiner Bewertung oben drüber und dem Wissen, welches Können die Autorin hat, vergebe ich gerne 4 von 5 Schreibfedern. Dennoch hoffe ich, dass eine neue Publikation vielleicht mehr zu bieten hat, denn Potenzial ist auf jeden Fall da und so freue ich mich schon auf ein neues Buch!

Fazit

Jeder, der mal eben zwischendurch etwas Angenehmes lesen mag und dabei sogar noch unterhalten werden möchte, kann gerne zu Dunkel war’s… greifen. Ich habe es genossen und werde es vielleicht mal wieder lesen.

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Weitere Rezensionen

http://www.buchelefanten.de

Dunkel war’s… ist nicht nur der Titel sondern auch Motto.

3 Kommentare

  • Herzlichen Dank für diese ehrliche Meinung.

    Solchen ausführlichen Rezensionen sind auch für mich immer wieder lehreich.
    Und zeigt wie verschieden doch immer wieder bestimmte Teilaspekte ankommen.
    Tatsächlich habe ich bisher immer besonders viel postives Echo zu diesem Cover bekommen und ich selbst hatte immer gedacht, wasf ür ein Glück ich hatte, dass der Verlag mir so ein tolles Cover gemacht hat. Denn ich bin ja selbst kritisch, was Cover anbelangt

    Die Geschichte, die hier durch die verwendete Jugend- / Drogensprache etwas kritischer beurteilt wird hat bei einem literarischen Wettbwerb den 3. Platz erzielt und sie wurde vom Verlag als Titelgebend ausgesucht.
    Und stimmt, in der Geschichte habe ich gespielt, und zwar mit einem volkstümlichen Gedicht, das ich daher auch an den Anfang der Geschichte gesetzt habe und dessen ganz eigene Skurrilität u nd Absurdität zu dieser Geschichte verwoben. Das war eine ganz eigene Herausforderung. Die Sprache dazu habe ich mir aus der tatsächlich Jugend- / Drogenszene geholt und mich gefreut, dass ich da Aufzeichnungen finden konnte, die in ihrer Ausdrucksweise für diese Geschichte geradezu ideal waren. Doch in einer absurden Geschichte wirkt offensichtlich auch solch eine Sprache nicht mehr authentisch und das diese Geschichte auch befremdlich bis künstlich wirken kann, glaube ich gerne.

    Es freut mich, wenn der Rezensent auf ein neues Buch von mir wartet, denn da sitze ich bereits dran.

    Rosemarie Benke-Bursian
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

    • Henni sagt:

      Hallo Rosemarie,

      ich bedanke mich auch für das Vertrauen in mich, als Rezensent!

      Ich lese immer wieder gerne für Autoren und besonders gerne für diese, die eine Meinung auch schätzen und akzeptieren und daraus vielleicht auch sogar etwas entnehmen können. 🙂
      Ich sitze zwar (noch) nicht im gleichen Boot um das Schreiben zu 100% nachvollziehen zu können, doch ich bin mir durchaus bewusst, was dahinter steckt und welche Gedanken man sich bei welchen Stellen gemacht haben können.

      Das Cover ist für mich selten ausschlaggebend für den Inhalt, höchstens für das Regal.
      Ich sehe es immer unabhängig vom Inhalt, denn warum soll ich das bewerten? Der Autor hat selten die Hände im Spiel, wenn es darum geht. Dann kommt noch hinzu, dass Geschmäcker verschieden sind. Mein Blogdesign und Logo sind ja auch zwei dinge, die mir gefallen müssen, aber auch vielen nicht gefällt. Das ist aber auch nicht maßgebend für den Inhalt meiner Beiträge.

      Ich finde es generell schwierig, eine normale „Stimme“ im Buch zu verstellen, weswegen es auch nicht immer einfach ist, dann eine Jugendliche Stimme oder eine unter Drogeneinfluss belegte Stimme zu schreiben. Ich kann dir „Das Mädchen mit dem Haiffischherz“ von Jenni Fangan ans Herz legen, dort ist ein Dauerrausch vorzufinden, der sehr gut dargestellt ist. Vielleicht kannst du aus diesem Buch noch besser herausfinden, wie du das machen kannst.
      Ich kritisiere ja eher die Schwierigkeit, die man merkt. Deswegen schreibe ich ja, das es leicht überspitzt wirkt. Aber ich glaube, jeder der wirklich unter Drogen steht, könnte sich auch so verhalten. Es ist ein klares Stilmittel, was einem eben die entsprechende Situation aufzeigen soll. „Death“ von Melvin Burgess ist auch ein gutes Beispeil. Dort ist alles auch sehr überspitzt dargestellt, aber sehr gut, weil es dort passend genutzt wurde.

      Ich freue mich auf Neues.

      Liebe Grüße
      Henni

  • Vielen Dank für die Antwort – ja, das mit dem Cover war mir nur aufgefallen und meine Anwort ist auch keine Kritik an deiner Kritik. Ich finde es gut und wichtig, dass man eben seine ehrliche Meinung kundtut, denn nur dann hat ein Leser was davon.
    Bei einem E-Book ist ein Cover allerdings meist nicht ganz so wichtig.

    Danke für die Buchempfehlungen. Und ich nehme an, dass du eine Schwierigkeit in dem Dialog in dieser Geschichte siehst. Ich hatte das nun selbst nicht so schwierig empfunden, habe ich doch auch schon selbst Menschen unter Drogeneinfluss erlebt. Aber zwischen Fiktion und Wirklichkeit klafft eine Lücke, die der Autor ausfüllen muss. Dialoge darf man prinzipiell nicht wirklich authentisch schreiben, denn dann sind sie eher langweilig, unverständlich usw. Sie müssen so vielmehr so klingen, als könnten sie authentisch sein. Die Aufzeichnungen, die ich verwendet habe, sind wortwörtlich genommen literarisch so unbrauchbar wie meine persönlichen Erfahrungen. Da ist der Autor gefragt, sie verwertbar zu machen und der Leser entscheidet ob ihm das gefällt.

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