Rezension Extinction

24.03.2015
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»Extinction« ist ein Thriller von Kazuaki Takano und ist 2015 erstmals auf Deutsch im C.Bertelsmann Verlag erschienen.

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Inhalt

Ist die nächste Stufe der Evolution das Ende von uns allen? Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Quelle: C. Bertelsmann Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-570-10185-8 (Paperback)
  • Preis: 14,99 € [D] 15,50 € [A]
  • Seiten: 560
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Ausgabe: Deutschsprachige Ausgabe
  • Erscheinungstermin: 02. Januar 2015
  • Genre: Thriller
  • Original: Jenosaido | Kadokawa Shoten, Tokio | 2011
  • Übersetzer: Rainer Schmidt

Meinung

Cover: Perfekt. Genau so stell ich mir ein Cover vor, das einen umhaut!
Kleiner Punktabzug von mir bei der Beschichtung des schwarzen Bereichs, es löst sich ziemlich schnell ab und wird löchrig.

Zeitgleich befindet sich die Handlung auf genau vier Kontinenten.
Nordamerika, Afrika, Europa, Asien.
Washington, Kongo, Lissabon, Tokio.
Ganz schön viel und dennoch gelingt es dem Autor hier ganz gelassen einen Weg zu finden, nicht zu sehr zu verwirren. Mit einer anhaltenden Spannung beschrieb er jede Szene sehr detailreich. Sei es der Dschungel, ein Labor oder das Pentagon. Alles hat seinen Reiz und man kann sich kaum davon lösen, weil man immer mehr erfahren möchte.

Mit seinen Charakteren hat sich Takano einen großen Spielraum verschafft, für den er einiges an Wissen aneignen musste. So kommt es, dass man von einem Präsidenten, von Analysten der NSA, Söldner der USA und Wissenschaftlern aus Tokio liest. Und genau diese Mischung hat eine Menge hergegeben. Durchweg konnte man die Handlungen der einzelnen Personen verstehen (oder auch nicht) und fieberte mit ihnen mit.

Takanos Schreibstil ist sehr kompliziert im Sinne von Fremdwörtern. Dieses Buch quillt förmlich über mit Fremdwörtern, die man schön nachschlagen kann (allerdings nicht im Buch). Allein schon die ganzen medizinischen und politischen Ausdrücke könnten manchmal etwas aufhalten. Aber das macht nichts, es trägt zur Bildung bei, nicht wahr? Gestört hat es mich nicht, es hat nur aufgehalten, wenn man ein Wort manchmal wiederholen musste. Somit ist nämlich auch der Lesefluss gestört.
Ansonsten schrieb Takano hervorragend und ich konnte dem Geschehen problemlos folgen.

Mein ‘Hauptproblem’ mit diesem Buch war tatsächlich, dass man das Gefühl beim Lesen hatte, man kommt nicht voran. Eben, weil man ständig ein Wort wiederholen oder mal nachschlagen musste. Es hat aufgehalten und es wurde teilweise ein wenig lästig. Aber ein Thriller in dieser Form bringt das wohl mit sich.
Wenn es um den ‘Thriller’ geht, den man erwartet, darf man nicht gleich mit Mengen an Blut rechnen, eher mit einer andauernden Handlung, deren Spannung anhält. Dennoch gibt es Stellen im Buch, die sehr makaber sind. Und diese habe ich sehr geliebt.

Bewertung

Meiner Meinung nach war dieser Thriller sehr aufregend und spannend. Nichts, was für fünf Schreibfedern meinerseits reichen würde, aber ich denke mit vier von fünf gebe ich mich sehr zufrieden.

Fazit

Thriller Fans werden dieses Buch lieben. Trotz komplexer Handlung und einigen Fremdwörtern kann dieses Buch vollkommen überzeugen. Die Spannung reißt nicht ab und man erlebt richtig was. Auch für Verschwörungstheoretiker kann dieses Buch ein großer Genuss sein, denn es bietet viel Platz für Eigeninterpretation.

Ich danke dem C.Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die Spannung war kaum auszuhalten! Ein geschickter Thriller mit einer interessanten Handlung.

6 Kommentare

  • Philip sagt:

    Huhu Henni,

    tolle Rezi. Ich bin jetzt um einen Wunschtitel auf meiner Thriller-WuLi reicher, danke dafür 😀
    Meiner Meinng ist es eh schwer, 5/5 Punkten o.ä. zu geben, da das meiner Meinung nach wirklich kaum ein Buch schafft. VOn daher würde auc ich mich mit 4/5 Punkten zufrieden geben 😉

    Liebe Grüße
    Philip

    • Henrik sagt:

      Hallo Philip!

      Jetzt erst? Ich dachte, es weilt schon auf deinem SuB. 😀
      Nun ja, es kommt darauf an wie du wertest und was du wertest. Ich selbst bin unzufrieden mit dem Bewertungssystem und denke an eine Umstrukturierung dahingehend. Aber im Grunde hast du recht, kann man etwas mies machen oder hoch loben? Darf man sich das rausnehmen, auch ohne Rücksicht auf jedes kleinste Detail? ^^ Diese Frage ist nicht zu beantworten.

      Danke für die Anregung! Und viel Spaß beim Lesen. (Wenn es irgendwann passieren sollte!)

      Liebe Grüße
      Henrik

  • Friedelchen sagt:

    Ich finde es gut, dass dieses Buch einen gewissen Bildungscharakter hat, ich fände es eher schade, wenn das wissenschaftliche Thema total hinter den Thrillerelementen zurückbliebe. Danke für den Buchtipp!

    • Henrik sagt:

      Hallo Friedelchen,

      ja, wer liest bildet sich bekanntlich weiter, und bei diesem Buch ganz besonders. Gerade das hat ja auch wieder einen Gewissen Reiz gehabt.

      Ich danke dir für den Kommentar.

      Liebe Grüße
      Henrik

  • Hallo Henrik,

    eine wirklich gelungene Rezension und schön, dass dir das Buch ebenso gefallen hat wie mir.

    Außerdem freut es mich, das du meine Rezension verlinkt hast und ich folge dir ab sofort 🙂

    Darüber hinaus, habe ich gesehen, das wir beide noch nicht mal so weit voneinander entfernt wohnen. Es ist immer wieder toll zu sehen/lesen, wo wir Blogger wohnen. Vielleicht sieht man sich ja im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

    Gruß, Uwe

    • Henrik sagt:

      Hallo Uwe,

      ich danke dir!
      Ich hab gerne verlinkt, sorry das ich erst so spät gefragt habe. 🙂

      Wie weit wäe es denn ca. bzw von welchem Umfeld sprechen wir da? 🙂 Noch das selbe Bundesland?

      Ich wäre höchst Wahrscheinlich an dem Samstag dort Anzutreffen, würde mich freuen auch dich kennenzulernen.

      Liebe Grüße
      Henrik

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