Rezension Harry Potter und der Orden des Phönix

03.02.2015
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»Harry Potter und der Orden des Phönix« ist der fünfte Teil der Harry Potter Reihe von Joanne K. Rowling und ist 2003 erstmals auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen.

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Inhalt

Es sind Sommerferien und wieder einmal sitzt Harry bei den unsäglichen Dursleys im Ligusterweg fest. Doch diesmal treibt ihn größere Unruhe denn je – Warum schreiben seine Freunde Ron und Hermine nur so rätselhafte Briefe? Und vor allem: Warum erfährt er nichts über die dunklen Mächte, die inzwischen neu erstanden sind und sich unaufhaltsam über Harrys Welt verbreiten? Noch weiß er nicht, was der geheimnisvolle Orden des Phönix gegen Du-weißt-schon-wen ausrichten kann … Als Harrys fünftes Schuljahr in Hogwarts beginnt, werden seine Sorgen nur noch größer. Die neue Lehrerin Dolores Umbridge macht ihm das Leben zur Hölle. Sie glaubt Harry einfach nicht, dass Voldemort zurück ist. Doch bald schlägt der Dunkle Lord wieder zu. Nun muss Harry seine Freunde um sich scharen, sonst gibt es kein Entrinnen.

Quelle: Carlsen Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-551-55555-7 (Hardcover)
  • Preis: 28,90 € [D] 29,80 € [A]
  • Seiten: 1024
  • Sprache: Deutsch
  • Erscheinungstermin: 08. November 2003
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Harry Potter, Band 5
  • Original: Harry Potter and the Order of the Phoenix | Bloomsbury Publishings Plc | 2003
  • Übersetzer: Klaus Fritz

Spoiler

Bei dieser Rezension handelt es sich um die Fortsetzung einer Reihe, bitte nur lesen, wenn du den Band davor gelesen hast.

Rezension zum Vorgänger!

Meinung

Nichts geht über die alten Buchcover der Harry Potter Bücher! Die Neuen sind zwar schön, doch diese sind schöner. Oder nicht? Nun ja, ich liebe sie und das hat sich auch beim fünften Buch nicht geändert. Wieder mal wurde eine Schlüsselszene aus dem Buch genommen, die dann als Cover verwendet wurde. Diese fand ich sehr passend, für diesen Teil.

Der Ligusterweg, das Zuhause von Harry Potter – zumindest während der Sommerferien – ist wie in jedem Buch bisher, immer der Anfang gewesen. Es spielte dieses Mal sogar eine bessere und größere Rolle als zuvor. Dieses Haus kam eh viel zu wenig vor, finde ich.
Es ist jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis, nach Hogwarts zu kommen. Es geschehen immer wundersame Dinge auf der Reise, die es spannend und zauberhaft machen. Dieser Band war so voller Magie und so mystisch angehaucht, dass es einfach im Vergleich zu allen vorher sehr abwechslungsreich erschien. Ich habe jede noch so winzige Einzelheit genossen und bin jetzt, wo das Buch fertig ist, um so glücklicher, wirklich diese 1024 Seiten gelesen zu haben.

Die ganzen Charaktere erleben eine solche Entwicklung, was den ganzen Band so unglaublich dick gemacht hat. Es war sehr schön zu lesen, wie sich alles verändert, wie vieles sich zusammenfügt und wie es noch mal Parallelen zu den Büchern davor schlägt. Das zeigt einmal mehr, wie sehr Rowling ihre eigene Welt gekannt hat und ihre eigene Geschichte. Das macht keiner so schnell nach!
Harry Potter hat, wie ich finde eine Entwicklung durchlebt, die mir zwar gut gefallen hat aber auch viel Negatives bei sich hatte. Was natürlich auf Erlebnisse zurückzuführen ist, die kein anderer durchleben musste.
Hermine Granger und Ron Weasley waren mehr als verändert. Sie haben auch eine riesige Entwicklung gemacht.
Was auch sehr auffällt, Rowling hat nie vergessen, wie alt ihre Charaktere sind. Streitereien, Missverständnisse und miese Launen waren nicht wegzudenken.
Gerade weil Rowling an so vieles gedacht hat, war es erstaunlich, dass ich kaum das Gefühl hatte, dass etwas fehlt. Es war einfach so nahtlos, dass es schon beängstigend wirkt. Vor ihrer Arbeit hab ich großen Respekt und werde daraus lernen. Zumindest wenn es um das Geschriebene geht, sollte man sich ein gutes Beispiel an ihr nehmen.
Gerade weil sie als Autorin so grandios ist, finde ich es toll, dass sie ihrem Stil treu geblieben ist, nichts anderes versucht hat und sich dennoch getraut hat, ihrer Handlung noch mal einen ordentlichen Schlag Tiefe und Traurigkeit zu verpassen.

Dieser Band war der bisher Beste von den fünf, die ich gelesen habe. Das habe ich bei dem vorher schon gesagt, doch er wurde deutlich übertroffen. Einfach die Tiefe, die Traurigkeit, die vielen Parallelen und die neuen Einblicke in Harrys Leben waren so ergreifend. Rowling hat Gefühle hervorgerufen, wie so vorher nie da waren – jede Seite war eine Emotion.
Gerade wenn es um Charaktere ging, hat Rowling mit Professor Dolores Umbridge alles richtig gemacht. Es war der wohl emotionalste Teil der Reihe, ungeschlagen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie das noch zu übertreffen sein soll. Die Filme, die ich kannte, sind nichts im Vergleich zu dieser dunklen Tiefe.

Bewertung

Ohne mich wiederholen zu wollen, mach ich es einfach mal knapp: Dieses Buch war es wert, gelesen zu werden. Wo viele aufgegeben haben, hat Rowling ihr ganzes Können offenbart. Es ist wirklich ein stolzes Stück an Buch und ein Meilenstein für die HarryPotter Welt. Ich vergebe ganze 5 von 5 möglichen Schreibfedern. Ohne auch nur einen einzigen Kritikpunkt. Außer, dass das Buch zu Ende ist und es nur noch zwei gibt. Aber das zählt nicht. 😀

Fazit

Wer sich unsicher ist, sich dieses Buch “anzutun” dem Rate ich, es durchzuziehen. Warum zögern? Wegen der ordentlichen Dicke von diesem Buch? Die merkt man gar nicht, zumindest nicht, wenn man absolut fasziniert und gefesselt davon ist.

Mich würde mal interessieren, ob du diesen Band übersprungen hast oder gar nicht gelesen erst hast.

Emotional. Traurig. Rowling offenbart ihr ganzes Können in diesem Band!

2 Kommentare

  • Nenatie sagt:

    Hallo 🙂
    eine tolle Rezi! Die Harry Potter Reihe liebe ich sehr, ich kann gar kein wirkliches Lieblingsbuch der Reihe bestimmen! Und diese Umbridge, ich hasse sie! Der Charakter ist einfach so super gemacht! Bin gespannt wie dir der nächste Teil gefällt!
    Ich finde die Filme zwar gut, aber sie können nicht mit den Büchern mithalten!

    Liebe Grüße

    • Henrik sagt:

      Hallo Nenatie,

      danke für das Kompliment.

      Leider gibt es zum nächsten Teil keine Rezenson, mir fehlen die Worte dafür. Der war nicht besser als dieser hier, aber auch nicht viel schlechter..

      Liebe Grüße
      Henrik

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