Rezension Ich hab dich im Gefühl

24.02.2015
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»Ich hab dich im Gefühl« ist ein Roman von Cecelia Ahern und ist 2008 erstmals auf Deutsch im Fischer Krüger Verlag erschienen.

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Inhalt

Joyce überlebt nur knapp einen Unfall – und weiß, dass sie ab jetzt ganz anders leben will. Doch irgendetwas ist seltsam: Sie kann auf einmal fremde Sprachen und erinnert sich an Dinge, die sie gar nicht erlebt habt. Justin ist als Gastdozent in Dublin. Er ist verdammt einsam, würde das aber nie zugeben. Als er eine junge Frau trifft, die ihm ungewöhnlich bekannt vorkommt, ist er verwirrt – er kommt einfach nicht drauf, woher er sie kennen könnte …

Quelle: S. Fischer Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-596-17318-1 (Taschenbuch)
  • Preis: 9,99 € [D] 10,30 € [A]
  • Seiten: 416
  • Sprache: Deutsch
  • Ausgabe: Taschenbuch Ausgabe
  • Erscheinungstermin: 01. Mai 2012
  • Genre: Liebesroman
  • Original: Thanks for the Memories | HarperCollins, London | 2008
  • Übersetzer: Christine Strüh

Meinung

Das Cover ist im typischen Ahern-Taschenbuch-Stil gehalten. Ziemlich klar, große Schrift und blau. Das ist mittlerweile auch schon sehr mit Wiedererkennungswert verbunden, da man es doch von (fast) jedem anderen Ahern Cover so kennt. Es funktioniert gut.

Wieder einmal bedient sich Ahern an ihrer Heimat, Dublin.
Sie beschreibt die vielen tollen Straßen und Ecken so unglaublich wohnlich und genau, sodass man fast das Gefühl hat, dort zu sein. Das ist einer der Gründe, weshalb ich ihre Bücher so sehr liebe. Sie versetzt mich immer an einen Ort, an dem ich selbst nie war, aber zu dem meine Liebe so groß geworden ist nur durch Bilder und Bücher.
Auch London ist ein Ort, der in diesem Buch nicht zu knapp erwähnt wird. Ich fand es toll, dass man zwischendurch so hin und her gejettet ist. Das wird mir zwar niemals passieren, aber in diesem Fall war das schon okay. 😀

Mit Joyce hat Cecelia Ahern einen Charakter erschaffen, der mit viel Leid und Schicksal verbunden ist. Aufgrund ihres Unfalls hat Joyce urplötzlich eine Wendung in ihrem Leben, die zusätzlich zu allem anderen noch hinzukommt. Damit muss man erst einmal fertig werden. Und wie ich finde, ist es hier sehr gut gelungen, diesen Prozess zu schreiben, auf ganz einfache, aber auch magische Weise.
Justin ist ebenfalls ein Charakter, dessen Leben alles andere als wirklich wünschenswert verläuft. Nicht, weil er keinen guten Job hat, sondern eher die Unzufriedenheit mit sich selbst. Auch sein Leben verändert sich, als er zum ersten Mal eine Frau trifft, die sein Leben verändert. Hier fand ich, hat Ahern eine ziemlich raffinierte Lösung gefunden, dessen Leben und Zukunft zu beschreiben und zu verbinden.

Der unverwechselbare Stil der Autorin ist zudem eine großartige Ergänzung zu einer so tollen Geschichte. Aus ihrer Feder gelangen manchmal so tolle Kombinationen, die ich wahnsinnige liebe. Selbst wenn ihre Sätze manchmal die normalsten der Welt sind, kann sie damit in vielen Sätzen eine ganze Welt für eine ganz lange Zeit auf den Kopf stellen und sie weiß auch genau wie.
Und deshalb finde ich auch in jedem Buch eine Aussage, mit einem bestimmten Wort, die sie als Autorin mir mitgeben möchte. Danke.

Auch wenn dieses Buch Genre mäßig vielleicht nicht ganz meins ist, ist ein Ahern Buch für mich absolutes Pflichtprogramm. Meine Verbindung zu ihren Geschichten sitzt tief und kann auch mit diesem schönen Buch nur vertieft werden. Die komplette Geschichte ist so wunderbar erzählt und lässt mir das Blut in meinen Bahnen gefrieren, das ist unglaublich. Diesem Zauber gebe ich mich gerne hin und genieße ihn jedes Mal in vollen Zügen.

Bewertung

Ja, wie bewertet man solche Geschichten? Eigentlich hätten sie mehr verdient, als man ihnen dann doch wirklich geben kann. Somit müssen fünf von fünf Schreibfedern auch vorerst genügen. Ich glaube, das geht in Ordnung. 🙂

Fazit

Mit »Ich hab dich im Gefühl« hat Ahern sich mal wieder selbst übertroffen. Trotz der einfach gehaltenen Sprache, der einfachen Geschehnisse, zaubert sie eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte. All die Ereignisse, die Verknüpfungen und jede Aussage dahinter trifft einen mit voller Wucht. Genau diese Schwere der Leichtigkeit ist das, was ich nur zu gerne von ihr lese.

Welche Ahern Bücher zählen bei euch zu den absoluten Favoriten und warum? Schreibt es mir gerne in die Kommentare und wie immer, verlinkt auch gerne eure Rezensionen.

Nur Ahern gelingt es, mit unsichtbarer Tinte lesbare Geschichten zu schreiben. Fantastisch!

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