Rezension Stigmata

19.08.2014
0

»Stigmata« ist ein Roman von Beatrix Gurian und ist 2014 erstmals im Arena Verlag erschienen.

Infos zum Buch anzeigen

Inhalt

Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …

Quelle: Arena Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-401-06999-9 (Hardcover)
  • Preis: 16,99 € [D]
  • Seiten: 384
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 1. Auflage 2014
  • Erscheinungstermin: 01. Juni 2014
  • Genre: Jugendbuch, Thriller

Meinung

Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher! Sofort fixierte es meinen Blick und ich konnte nicht mehr ablassen davon. Ich war so gefesselt von den ganzen Verzierungen, der Schrift, der Taschenuhr und dem Bild, sodass ich es einfach haben musste. Als ich das Buch dann auspacken konnte und es zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich noch mehr begeistert, denn die Schrift ist mit Silberfolie versehen und auch die Ornamente und die Umrandungen um das Buch herum sind ein absoluter Hingucker. Ich dachte schon so, oh das wars jetzt, aber nein! Die liebevolle Gestaltung geht selbst im Buch weiter, denn es ist mit Farben, verschiedenen Schriftarten, unterschiedlichen Papierhintergründen, Umrandungen und passenden Bildern (von Erol Gurian) gearbeitet worden. Das macht dieses Buch natürlich schon einmal zu einem absoluten Highlight und ich wollte es nicht verschweigen!

Tatsächlich klebt man in diesem Buch fast an nur einem Ort fest, nämlich in dem Schloss, welches sich, wenn ich mich nicht Irre, in Bayern befindet, wo sich auch die sogenannte Transnational Youth Fondation, ein internationales Qualifikationscamp für Jugendliche, befindet. Die Umgebungen und Räume sind sehr gut beschrieben und man hat eine ausgeprägte Vorstellung von der aktuellen Situation. Man hat aber auch noch genügend Platz für Eigeninterpretationen und somit ist der Fantasie auch keine große Grenze gesetzt. Meist herrscht eine ziemlich düstere und beengende Stimmung, weswegen viele Szenen mitten in der Nacht passieren oder bei schlechtem Wetter. Man darf sich also auf den ein oder anderen Schauer, der einem eiskalt den Rücken herunter läuft, freuen.

In diesem Buch wird man nicht sehr überladen mit verschieden Charakteren, man hat wie immer seine Hauptcharaktere und einige Nebenrollen. Diese allerdings blieben mir ziemlich gut im Gedächtnis, ich kann aber auch nicht erklären, woran es lag, vielleicht waren sie in der Geschichte einprägsamer beschrieben und hatten wichtigere Rollen, als anderswo. Ich hatte also keine Schwierigkeiten mit dem Trennen der Eigenschaften und war sehr über die Charakterentwicklungen verwundert. Es war nicht so Klischee mäßig, eher mal etwas anders. Das hat sehr positiv dazu beigetragen, sich schneller und leichter in die Geschichte einzufinden, da die meisten Eigenschaften von vornherein schon gegeben waren und sich nicht erst entwickeln mussten oder groß erklärt werden musste, warum das so ist.

Beatrix Gurians Art und Weise eine Geschichte zu schreiben hat mich verzaubert, ich glaube, ich habe selten etwas so tolles und entspannendes aber auch zugleich fesselndes und packendes gelesen. Es war sehr einfach zu lesen, weswegen 100 Seiten am Tag nichts waren, sozusagen. Die Zeilen flossen einfach so ins Gedächtnis und man musste eine Seite nach der anderen einfach verschlingen. Aufhören wollte man dabei eher mit Protest, aber leider muss man manchmal etwas anderes tun, als lesen. Ich fand es auch sehr toll, dass Frau Gurian sich auch an Gebeten, Zitaten und Symbolen bedient hat, das hat der Geschichte einfach mehr Glaubwürdigkeit und diesen Thriller-Effekt verliehen.

Das Werk von Beatrix Gurian war ein kurzweiliger Lesespaß, den ich gerne gelesen habe und den ich schon lange gesucht habe. Schade nur, dass es nur ein Einzelband ist und keine Trilogie oder Reihe. Aber ich werde mit ihre anderen Werke (Beatrix Mannel o. Gurian) mal genauer anschauen, vielleicht ist das ein oder andere dabei, was mich auch anspricht und was genauso gut ist.
Die Fotografien in dem Buch haben sich in meinen Kopf eingebrannt und haben mich sogar inspiriert für meine eigene Fotografie, was ich auch sehr toll finde. Daher auch ein Lob an den Fotografen!

Bewertung

An dem Buch gibt es absolut nichts auszusetzen, was jetzt stören würde. Ein paar Rechtschreibfehler, ein paar Leerzeilen, aber bei der ersten Ausgabe ist so etwas völlig normal und auch nicht weiter störend. Insgesamt war ich sehr zufrieden und würde gerne mit 5 von 5 Schreibfedern bewerten!

Fazit

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der ein Fan von Jugendbücher/Thriller ist und den der Klapptext schon anspricht. Für mich ist es auch ein Must-Read, was ich aber nicht zwingend auf andere projizieren kann, empfehlen kann ich es aber alle mal!

Ich danke dem Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Eine packende und mitreißende Geschichte für jedermann!

Sei der Erste!
Schreibe einen netten Kommentar

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.