Rezension Tote lügen nicht

03.03.2015
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»Tote lügen nicht« ist der erste Roman einer Reihe von Kathy Reichs und ist 1998 erstmals auf Deutsch im Karl Blessing Verlag erschienen.

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Inhalt

Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.

Quelle: Heyne Verlag

Buchinfo

  • ISBN: 978-3-453-43559-9 (Taschenbuch)
  • Preis: 9,99 € [D] 10,30 € [A]
  • Seiten: 573
  • Sprache: Deutsch
  • Auflage: 5. Auflage
  • Ausgabe: Überarbeitete Taschenbuchausgabe 02/2011
  • Erscheinungstermin: 10. Januar 2011
  • Genre: Krimi
  • Reihe: Tempe Brennan, Band 1
  • Original: Déjà Dead | Scribner, New York | 1997
  • Übersetzer: Thomas A. Merk

Meinung

Dieses Cover ist ja schon Grund genug um sich in dieses Buch einzulesen. Es ist sehr ansprechend gestaltet. Mit ein wenig Blut darauf zieht es auch gleich die Neugierde auf sich. Ich war von der Gestaltung sehr angetan und finde die Neuauflage somit sehr gelungen!

Montreal.. Quebec, Montreal.. Quebec.., und ach wo sind wir? Kanada, richtig. Aber in diesem Buch ging es wirklich intensiv um Straßennamen. Das muss ich an dieser Stelle mal erwähnen.
Ich fand, dass Kathy Reichs sehr geschickt mit Ortsbeschreibungen und Tatorten umgegangen ist. Stets herrschte eine Stimmung, passend zur aktuellen Szene. Diese aber auch im nächsten Moment sehr schnell umschwenken konnte und einen manchmal ziemlich hilflos hineingezogen hat in das, was als Nächstes passierte.
Das kann mitunter den Herzschlag erhöhen und auch durchaus zur Verzweiflung treiben, weil man absolut nichts dagegen tun kann, außer: Weiterlesen!

Eine forensische Anthropologin – wenn das mal nicht eine tolle Grundlage für einen spannenden Charakter ist! Ich finde solche Charaktere kann man so toll ausbauen. Ihr Beruf bietet eine solch gute Grundlage, um diesen Menschen so anders erscheinen zu lassen. Ich will mehr davon!
Aber auch die anderen Charaktere in dem Buch, wie die Ermittler der Polizei, waren natürlich schön ausgeschmückt. Bis zum Schluss war ich mir sicher, ich HASSE die meisten der Typen, die dort Arbeiten. Aber, Kathy Reichs hat ihnen auch ein paar liebenswürdige Seiten dazu gezaubert, dass man den Hass nicht all zu ernst nehmen darf. Man muss ja schließlich nicht jede Person in einem Buch mögen und manchmal ist es sogar sehr relevant für den Verlauf einer Geschichte, weswegen ich mich schon sehr auf den nächsten Band freue. Entwicklung, Entwicklung, Entwicklung!

Zum Schreibstil könnte man ja sagen, dass es ziemlich flüssig ist. So schnell, wie ich gelesen habe, war es das nämlich wirklich. So manches Wort in Latein und Französisch, da stolperte man doch mal drüber und mag für Leute, die dieser Sprachen nicht mächtig sind, auch schwierig erscheinen. Doch größtenteils war es entweder erklärt oder man konnte es sich so gut wie denken. Ich habe mir keine Übersetzungsmühen gemacht, außer bei den Begriffen für bestimmte Knochenteile, man ist ja dann doch neugierig.
Zudem kann ich noch sagen, dass ich begeistert davon war, wie sie geschrieben hat. Mit viel Geschick und Begeisterung für die eigene Geschichte.

Ich konnte dem Buch jetzt sehr viel abgewinnen, trotz des Krimi Genre. Es ist aber dann doch noch ein Stück weit anders, eben wegen der Perspektive und dem Ganzen drum herum. Trotz intensiver Ermittlungen (was ja absolut nicht meins ist!) konnte ich dem Geschehen aufmerksam folgen und es sogar genießen. Es war somit eine sehr unterhaltsame Lektüre, von der ich noch nicht genug bekommen habe. Gut, das Band zwei bereits auf mich wartet, leider als gebrauchtes Hardcover. Aber das lässt sich ändern.

Bewertung

Bei einer durchweg unterhaltsame Lektüre wie dieser, mit einer solchen Spannung, läuft man schon mal Gefahr gleich übertrieben viel zu lesen. Ich hab mich um so weiter es in die Geschichte hineinging, immer mehr rein gesteigert und dann zum Schluss die letzten zweihundert irgendwas Seiten an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere waren für mich das schwierigste Thema. Manchmal war die Handlung auch leicht vorauszusehen, weswegen es hier dann doch eine Schreibfeder Abzug gibt. Somit nur 4 von möglichen 5 Schreibfedern. Immerhin noch ein sehr gutes Ergebnis!

Fazit

Für Liebhaber von diesem Genre ist es mit Sicherheit ein großer Lesegenuss, aber auch für viele andere, die es mal versuchen möchte. Ich kann mir vorstellen, dass man es gerne liest. Vielleicht nicht mit solcher Begeisterung wie jemand, der nur so etwas in diese Richtung liest, aber gerne. Ich freue mich daher auf den nächsten Band und hoffe auf ein ebenso großes Lesevergnügen wie bei diesem.

Wer hat bereits Bekanntschaft mit einem von Kathy Reichs’s Romanen gemacht oder mit der Fernsehserie “Bones – Die Knochenjägerin”?
An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass diese beiden Dinge auf keinen Fall miteinander zu vergleichen sind, wie man vielleicht denken mag, denn dem ist nicht so.

Weitere Rezensionen

http://sunsys-blog.blogspot.de (Hörbuch)

Hochspannung – Lesegefahr! Dieses Buch verzaubert mit einer interessanten Charaktermischung und einem mehr als raffinierten Verbrechen, doch wer ist der Mörder?

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